Zielort ist Sellafield
Proteste gegen Atomtransporte

Begleitet von Protesten sind Mittwoch früh zwei Züge mit Atommüll durch Norddeutschland gerollt. Ein Zug aus dem schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Krümmel wurde in Hamburg-Bergedorf von Demonstranten rund 45 Minuten aufgehalten.

dpa BREMEN. Zwei Atomkraftgegner hatten sich auf der Strecke angekettet. Sie wurden von Polizeibeamten weggebracht. Der zweite Atomtransport aus dem Atomkraftwerk Unterweser verließ Niedersachsen ohne größere Zwischenfälle. Der Zug sollte in Hamm (Nordrhein-Westfalen) mit dem Transport aus Krümmel vereinigt werden.

Ziel der Behälter mit radioaktiven Material ist die britische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield. Ein dritter Transport, der bereits am Montag ungestört vom Atomkraftwerk Neckarwestheim (Baden- Württemberg) nach Walheim gerollt war, sollte im Verlauf des Mittwoch seine Fahrt fortsetzen.

In Oldenburg demonstrierte ein Dutzend Greenpeace-Mitglieder friedlich gegen den Transport aus Krümmel. Sie entrollten in der Innenstadt ein Plakat, das den Betreiber des Kraftwerkes Eon kritisiert. Eine andere Gruppe von Atomkraftgegnern brachte den Zug aus dem Atomkraftwerk Unterweser an einem Bahnübergang zum Stehen, gab die Strecke jedoch nach wenigen Minuten wieder frei. In Rinkerode bei Münster hatten rund 40 Atomkraftgegner versucht, den Zug aufzuhalten. Vier Demonstranten wurden festgenommen.

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