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Zigarettenhersteller wollen Aufschub der Tabaksteuer

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zigarettenindustrie hat die Bundesregierungaufgefordert, die geplanten Tabaksteuererhöhungen zeitlich zu strecken oder zuverringern. "Fest steht bereits jetzt, dass wir das Steueraufkommen von 2003nicht erreichen werden", sagte Hauptgeschäftsführer des Verbandes derCigarettenindustrie, Ernst Brückner, der "Welt" (Montagsausgabe).

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zigarettenindustrie hat die Bundesregierungaufgefordert, die geplanten Tabaksteuererhöhungen zeitlich zu strecken oder zuverringern. "Fest steht bereits jetzt, dass wir das Steueraufkommen von 2003nicht erreichen werden", sagte Hauptgeschäftsführer des Verbandes derCigarettenindustrie, Ernst Brückner, der "Welt" (Montagsausgabe).

Die Steuererhöhungen hätten zu einem Absatzeinbruch im Zigarettenverkaufgeführt, der allein im Mai 20 Prozent betragen habe. Der Bund werde in diesemJahr einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag weniger an Steuern einnehmen alsim Vorjahr. Im vergangenen Jahr nahm der Staat 13,4 Milliarden Euro aus derTabaksteuer ein.

Zwar werde die Bundesregierung die Steuerpläne sicherlich nicht komplettzurücknehmen, sagte Brückner. Das Ziel müsse es aber sein, sie zeitlich zustrecken oder zu verringern. Bisher sind zum 1. Dezember 2004 und 1. September2005 weitere Steuererhöhungen vorgesehen. Zuletzt stiegen sie Abgaben am 1.März.

Der Verband will mit Hilfe des TÜV Berlin/Brandenburg die Zahlunversteuerter Zigaretten herausfinden. Eine Marktforschungsfirma untersuchtdazu gemeinsam mit dem TÜV Berlin/Brandenburg Entsorgungskanäle derZigarettenpackungen. "Die Diskrepanz zwischen Konsum und Versteuerung müssen wirmit Daten belegen", sagte Brückner.

NGG FÜRCHTET STELLENABBAU

Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) fürchtet einen hohenVerlust von Arbeitsplätzen als Folge der Absatzprobleme. Franz-Josef Möllenberg,Vorsitzender der NGG, sagte der "Welt", Hersteller wie Philip Morris , British American Tobacco Plc (BAT) und Reemtsmaprüften bereits ihre Standorte. Zusammen beschäftigen sie noch 9.000 Mitarbeiterin Deutschland.

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