Zinsen im Blickpunkt
Dax geht etwas leichter ins Wochenende

Die deutschen Standardwerte sind am Freitag etwas leichter aus dem Handel gegangen. Der Dax verlor 0,4 % bzw 24 auf 6 141,02 Zähler. Die Ratlosigkeit über die EZB-Zinsentscheidung vom Vortag habe weiter angehalten, so Händler.

vwd FRANKFURT. Denn mit ihrer überraschenden und im Rahmen ihrer Rhetorik wenig plausiblen Zinssenkung habe die EZB ihr in den Wochen zuvor gewonnenes Profil mehr als nur verloren. Zusätzlich belastet worden sei der Markt durch die am Nachmittag veröffentlichten US-Daten, die nach Ansicht von Marktteilnehmern einen schnellen Zinsschritt der Fed unwahrscheinlicher machten.

Metro legte am Morgen Zahlen vor. "Verhalten" nannten einige Händlern dabei den Ausblick, andere waren deutlicher: "Was da an Rendite erwirtschaftet wird, liegt unter einem Sparbuch". Noch sei "die Kuh nicht vom Eis", so ein anderer Beobachter. Dazu gehöre, dass Metro auf Dauer als zu klein erachtet werde, um unabhängig bleiben zu können. Und die Extra-Lebensmittelkette sowie die Baumärkte seien nach wie vor Sorgenkinder. Zahlreiche Herabstufungen durch Bankhäuser bestätigten diese negative Sicht. Metro waren Tagesverlierer mit Abgaben von 3,9 % auf 46,49 EUR. Damit zogen sie auch die übrigen Konsumwerte ins Minus.

Versorger und Maschinenbauaktien konnten dagegen zulegen. Im DAX standen 18 Verlierer zwölf Gewinnern gegenüber. Epcos gewannen entgegen den Erwartungen nach schlechten US-Vorgaben 0,2 % auf 73,26 EUR. Erklärungen für den unerwarteten Anstieg hatten Händler nicht. Unternehmensnachrichten habe es nicht gegeben. Möglicherweise seien charttechnische Gründe für den Zuwachs verantworlich gewesen, hieß es.

Allianz verloren 1,0 % auf 314,22 EUR, nachdem die Dresdner Bank am Vormittag mit ihren Quartalszahlen unter den Erwartungen geblieben war. Dresdner Bank verbilligten sich um 0,1 % auf 51,18 EUR. Im Minus lagen auch BMW, hier sei es nach dem Kurssprung vom Donnerstag zu Gewinnmitnahmen gekommen. Die Münchener sanken um 2,3 % auf 40,45 EUR. VW legten dagegen kräftig um 3,1 % auf 58,25 EUR zu. Die Bankgesellschaft Berlin hatte die VW-Gewinnprognose für das laufende Jahr und das Jahr 2001 erhöht.

In der zweiten Reihe legten Altana um 3,8 % auf 145,80 EUR zu. Eine Ersteinstufung von Altana durch Goldman Sachs als "Outperformer" und Spekulationen, die deutsche Börse könnte den Pharmawert gegenüber MLP als DAX-Kandidat vorziehen, beflügelten den Kurs. "Das macht beim DAX Sinn, da es dort mit Schering nur ein Pharmaunternehmen gibt, während die Finanzwerte dominieren", so ein Händler.

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