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Zinserwartungen belasten US-Börsen

Standard- wie auch Technologiewerte verloren zu Handelsbeginn an der Wall Street. Grund: Die Börsianer rechnen in der Zukunft wieder mit steigenden Zinsen.

rtr NEW YORK. Die Erwartung steigender Zinsen hat Händlern zufolge die US-Aktienbörsen am Mittwoch im frühen Geschäft belastet. Die Kurse seien zudem durch das nahende Quartalsende und damit die Portfolio-Bereinigung durch Fonds-Manager gedrückt worden, sagten Händler. Der Standardwerte-Index Dow Jones verlor in den ersten Handelsminuten 0,67 % auf 10 565 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite gab 1,19 % auf 1858 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P-500-Index büßte 0,67 % auf 1162 Punkte ein.

Hewlett-Packard verloren 1,38 % auf 18,54 Dollar, nachdem das Unternehmen am Vorabend erklärt hatte, vorläufige Schätzungen signalisierten, dass die Aktionäre bei der außerordentlichen Hauptversammlung der Fusion mit dem Konkurrenten Compaq zugestimmt haben. Compaq wurden um 2,15 % auf 10,90 Dollar zurückgenommen. Zu den Verlierern zählten auch der Chipherstellt Intel, der 4,41 % auf 30,33 Dollar abgeben musste, nachdem die Investmentbank Salomon Smith Barney die Gewinnprognose für 2002 und 2003 nach unten revidiert hatte.

Die Entscheidung der US-Notenbank (Fed) am Dienstag, ihren entscheidenden Zielsatz für Tagesgeld mit 1,75 % unverändert zu lassen, sei für die Wall Street keine Überraschung gewesen, sagten Analysten. Dass die Fed aber ihre lange aufrecht erhaltene Rezessionswarnung nicht wiederholt und sogar festgestellt habe, dass die Wirtschaft wachse, bedeute, dass sie zur Inflationsabwehr im laufenden Jahr die Zinsen erhöhen werde. Höhere Zinsen seien aber schlecht für die Börse, weil diese das Wirtschaftswachstum dämpfen könnten.

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