Zinsschritt war von meisten Händlern so erwartet worden
Wall Street schließt nach US-Zinssenkung uneinheitlich

Die US-Aktienmärkte haben nach der Zinssenkung der US-Notenbank Fed am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Die Fed hatte angesichts des Risikos einer sich weiter abschwächenden US-Konjunktur die Leitzinsen zum sechsten Mal in diesem Jahr gesenkt.

Reuters NEW YORK. Der entscheidende Zielsatz für Tagesgeld werde um 25 Basispunkte auf 3,75 Prozent zurückgenommen, teilte die Fed im Anschluss an die Sitzung des für die Geldpolitik zuständigen Offenmarkt-Ausschusses (FOMC) mit. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss daraufhin 0,36 Prozent oder 37,30 Zähler im Minus bei 10 435,18 Punkten, während der technologielastige Nasdaq-Index 0,49 Prozent oder 10,12 Zähler auf 2 074,74 Punkte hinzugewann. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,47 Prozent auf 1 211,07 Zähler.

Der Zinsschritt war nach Aussagen von Händlern mehrheitlich erwartet worden. Einige Marktteilnehmer hätten jedoch auf eine deutlichere Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt gehofft, hieß es. "Ich denke, viele sind ein wenig enttäuscht, aber ein viertel Prozent ist auch in Ordnung", sagte Milton Ezrati, Marktstratege bei Lord Abbott. "Es zeigt, dass die Ökonomen der Fed sich nicht gar so große Sorgen um die konjunkturelle Lage machen", fügte er hinzu. Die Fed nannte im Wesentlichen den schwachen Konsum in den USA und nachlassendes Wachstum im Ausland als Schwächefaktoren für die Konjunktur. Außerdem belasteten rückläufige Unternehmensgewinne und Investitionen die Wirtschaft.

Unter den Technologietiteln stachen die Papiere des US-Taschencomputerherstellers Palm besonders hervor. Die Titel legten deutlich um 15,99 Prozent auf 6,02 Dollar zu. Das Unternehmen hatte zwar im abgelaufenen vierten Quartal bei gesunkenen Umsätzen einen Verlust verbucht, gleichzeitig aber für das kommende zweite Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone angekündigt.

Bei den Standardwerten gewannen Honeywell 2,21 Prozent auf 37,00 Dollar, während General Electric 1,09 Prozent auf 48,26 Dollar verloren. EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hatte am Dienstag gesagt, er habe die Rückendeckung der Regierungen der EU-Staaten für seinen Vorschlag, die geplante Fusion der beiden Unternehmen zu blockieren.

Bei Umsätzen von insgesamt rund 1,1 Milliarden Aktien standen sich an der Wall Street 1811 Gewinner und 1267 Verlierer gegenüber. 201 Titel schlossen unverändert. An der Nasdaq wechselten rund 1,6 Milliarden Papiere den Besitzer. Dabei überwogen die Gewinner die Verlierer im Verhältnis 20 zu 16.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds 20/32 höher und erbrachten eine Rendite von 5,61 Prozent.

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