Zinssenkung im Januar erwartet
US-Börse im Dornröschenschlaf

Das Jahr 2000 scheint auch, während es ausklingt, keine positiven Überraschungen mehr für den Anleger parat zu haben. Von einer Rally ganz zu schweigen. Zumindest vorbörslich deuteten die S&P Futures auf einen schwachen aber auch ruhigen Handelstag. Nach Weihnachten ist tendenziell die Marktbeteiligung gering. Viele Anleger befinden sich noch im Urlaub.

Für Aufregung sorgt am Morgen Network Associates. Der Hersteller von Sicherheitssoftware sprach gestern nach Handelsschluss eine Gewinnwarnung aus. Die Prognosen für das vierte Quartal werden drastisch verfehlt. Gegenüber dem Vorquartal verbucht das Unternehmen nur noch ein Viertel des Gewinns. Der Ausfall entsteht vor allem aus einem veränderten Buchungsverfahren. Darüber hinaus muss das Unternehmen seine gesamte Chefetage auswechseln. Vier Top-Manager verlassen Network Associates. Die Aktie tendiert vorbörslich schwächer.



Schwächer tendieren könnten heute erneut die Einzelhändler. Das diesjährige Weihnachtsgeschäft stellt sich immer mehr als Flop heraus. Für das vierte Quartal mussten Wal-Mart und die Kaufhauskette Federated ihre Erwartungen kürzen. Nun senkt Analystenhaus Goldman Sachs die Erwartungen und sagt voraus, dass das Wachstum im Einzelhandel nicht nur im vierten Quartal, sondern auch im ersten Halbjahr 2001 enttäuschend ausfallen werde. Nachlassendes Wachstum bei den Realausgaben und anhaltender Druck auf die Gewinnmargen wird die nahe Zukunft weiter erschweren. Eine Senkung der Leitzinsen könnte allerdings eine Rally der Einzelhandelswerte hervorrufen.



Denn die UBS Warburg schätzt, dass die Notenbank die Zinsen im Januar schon um 50 Basispunkte senkt. Insgesamt rechnen sie mit einer Reduzierung um 100 Basispunkte. Spekulationen zufolge könnte die US-Notenbank die Zinsen auf Grund der schwachen Wirtschaftslage bereits nach Veröffentlichung der nächsten Arbeitsmarktdaten senken.



Einen guten Handelstag könnte Handspring erleben. Der Hersteller von Kleinstcomputern hat ein Schnäppchen gemacht. Für den Preis von 450.000 eigener Aktien übernimmt Handspring einen Entwickler von Browser Software für Handheld-Computer. Wegen des geringen Volumens des Aktientausches steigt die Anzahl der Handspring-Aktien nur geringfügig an und führe damit zu einer vernachlässigbaren Auswirkung auf die Gewinne pro Aktie, so die Analysten von Credit Suisse. Die Aktie wird erneut von dem Analystenhaus zum Kauf empfohlen.

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