Zinssenkung wird unwahrscheinlicher
Amerikaner verkaufen Telekom-Aktien

Der Dax sinkt bis 16.44 Uhr um 1,7 % auf 6 239,75 Punkte. Amerikanische Investoren verkaufen Deutsche Telekom-Titel.

dpa-afx FRANKFURT. Gestiegene Verbraucherpreise haben die deutschen Aktien am Donnerstagnachmittag nachhaltig belastet. Der Leitindex Dax verlor bis 16.44 Uhr 1,7 % auf 6 239,75 Zähler. Der MDax, der die 70 größten Nebenwerte umfasst, gab um 0,81 % auf 4 765,45 Punkte nach.

In den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen sind die Lebenshaltungskosten stärker als erwartet angewachsen. Damit sei eine Zinssenkung in der Eurozone unwahrscheinlicher geworden. Vor allem auf Zykliker und Bankwerte werde heute "eingeprügelt", sagte Robert Halver, Händler bei Delbrück Asset Management.

Einziger klarer Gewinner waren Henkel-Vorzüge mit einem Plus von 4,51 Prozent auf 72,80 Euro. "Das sind definitiv gute Zahlen", sagte ein Frankfurter Händler zu der noch vor Börsenbeginn veröffentlichten Jahresbilanz des Düsseldorfer Konsum- und Chemieunternehmens.

Ebenfalls im Plus hielt sich die Aktie des Düsseldorfer Energiekonzerns Eon. "Grundsätzlich sind Versorgeraktien immer ein sicherer Hafen für die Anleger in unsicheren Börsenzeiten", erklärte Analyst Stefan Greifenberger von der Bayerischen Landesbank die Kursgewinne in einem schwachen Umfeld. Die Papiere verteuerten sich bis 15 Uhr um 0,97 Prozent auf 56,15 Euro.

Neben Daimler-Chrysler und SAP gehörten die Aktien von Karstadt-Quelle am Donnerstag zu den größten Verlierern im Dax. Der Titel verlor 2,65 Prozent auf 36,36 Euro. Analyst Michael Köhler von der BfG Bank erkannte jedoch keine fundamentalen Anhaltspunkte für den Abgabedruck: "Ich sehe die Verkäufe immer noch vor dem Hintergrund des Dax-Abstiegs"

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