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Zinssenkungsfantasie treibt Dax

Fester ist der Dax am Montagmorgen in den Handel gestartet. Der Index gewinnt bis gegen 9.13 Uhr knapp 1 % oder 44 Punkte auf 4 627. "Die Wall Street zeigte sich am Freitag trotz der schlechten Daten recht freundlich", sagte ein Händler.

vwd FRANKFURT. Mittlerweile spiele der Markt bereits wieder Zinssenkungsfantasien und eine Erholung im kommenden Jahr. "Es gibt die Hoffnung, dass der Boden erreicht ist", heißt es dazu. Ein Idealszenario wäre laut Händlern jetzt eine Zinssenkung erst durch die US-Notenbank am Dienstag und dann durch die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag. "Nach den schlechten US-Daten der vergangenen Woche geht der Markt fest von Zinssenkungen aus", so Beobachter.

Nachdem die wichtige Marke um 4 600 Punkten beim Dax bereits zu Beginn genommen wurde, habe der Index nun Luft bis in den Bereich um 4 650 Stellen, meinen charttechnisch orientierte Händler. Die Fristverlängerung für eine Zahlung der Lufthansa an den Bund sehen Händler positiv. "Das entlastet den Konzern kurzfristig", heißt es. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat der Lufthansa nach Informationen von "Focus" einen Aufschub für die Versicherungsprämien an den Bund gewährt. Bundesfinanzminister Hans Eichel hatte von der Lufthansa 110 Mill. $ für die Übernahme einer Versicherungsgarantie durch den Bund verlangt. Lufthansa legen 0,9 % auf 11,55 € zu.

Schumacher: "Situation extrem schwierig"

Trotz einer schwierigen Branchensituation erholen sich Infineon und klettern 3 % auf 18,28 €. Einen extremen Verdrängungswettkampf sieht auch der Vorstandsvorsitzende des Chip-Herstellers, Ulrich Schumacher, auf die Branche zukommen. Im Preiskampf einiger Wettbewerber sehe er "eindeutig das Bestreben, den einen oder anderen Konkurrenten kaputtzumachen oder zum Aussteigen zu bewegen", sagte Schumacher der "Berliner Zeitung" (Wochenendausgabe). Er bezeichnete die Situation als "extrem schwierig".

Die vorbörslich vorgelegten Neunmonatszahlen von Boss sind laut Händlern leicht über Erwartungen ausgefallen. Während der Umsatz über den Schätzungen liegt, erreicht das Ergebnis nach Steuern das oberen Ende der Prognosen. Auch der Ausblick sei gut, heißt es. Boss steigen um 1 % auf 20,40 €.

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