Zinssorgen dämpfen weiterhin Kursgewinne
Europäische Börsen überwiegend freundlich

Die europäischen Börsen haben sich am Mittwochmittag trotz einer Schwäche bei Technologiewerten überwiegend freundlich präsentiert. Abgesehen von den Handelsplätzen Mailand, Brüssel, und Stockholm notierten alle wichtigen Börsenbarometer im Plus. Die Gewinne seien allerdings aufgrund von Zinssorgen und dem Rückzug aus Technologiewerten begrenzt, hieß es aus Händlerkreisen. Der Fall des US-Börsenbarometers Nasdaq habe erneut Unsicherheit bei den Anlegern geschürt. Dementsprechend stünden defensive Titel im Lebensmittel- und Gesundheitssektor ganz oben auf den Orderzetteln. Es gebe auch keine fundamentalen Gründe, warum sich dieser Trend im Handelsverlauf noch umkehren solle, sagte ein Analyst.

rtr. Am New Yorker Aktienmarkt hatte der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 2,16 % auf 3 685,52 verloren. Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte beendete den Handel mit einem Plus von 0,81 % bei 10 606,95 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,51 % auf 1438,10 Punkte. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg bis Mittag um 0,25 % auf 4879 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) verlor 0,29 % auf 5089 Punkte.

LONDON - FTSE-Index mit soliden Gewinnen An der Londoner Börse stieg der FTSE-100-Index bis gegen Mittag um 0,5 % auf 6414 Zähler. Stärke zeigten Händlern zufolge Chemie- und Finanzwerte. Die Royal Bank of Scotland konnte ihre Vortagesgewinne weiter ausbauen, und gewann rund fünf Prozent auf 1228 Pence. Die Bank hatte unerwartet gute Halbjahreszahlen vorgelegt. Gewinne gabe es auch bei den Pharmakonzernen Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham, die beide um die 1,3 % zulegten. Auf der Verliererseite gaben Versicherer CGNU 6,5 % ab, die nach enttäuschenden Halbjahreszahlen von den Anlegern abgestraft wurden.



ZÜRICH - SMI-Index fester

Der SMI-Index hat an der Aktienbörse in Zürich fester notiert. Der Index lag mit einem Plus von 0,9 % bei 8098 Punkten. Die Anlegerflucht in Standardwerte habe die Kurse anziehen lassen, hieß es am Markt. Deutlich fester präsentierten sich Swiss Re, Zurich Allied, und Roche. Weiter unter Gewinnmitnahmen litten Baloise und Rentenanstalt. Nestle, die den Erwerb von zwei südafrikanischen Wasserabfüllern bekanntgaben, stiegen um 17 Franken.

PARIS - CAC-Index richtungslos

In Paris präsentierte sich die Börse am frühen Nachmittag knapp behauptet, der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen lag mit einem Plus von 0,03 % marginal höher bei 6532 Zählern. Der Anstieg sei aber ohne Fundament, und könne sich in den nächsten Minuten wieder umkehren, sagten Händler. Traditionelle Titel wie Aventis und Valeo seien gefragt. Netzwerkbetreiber Equant stiegen nach einer Hochstufung von BNP Paribas von "neutral" auf "outperformer" um über fünf Prozent auf 43,30 Euro. Carrefour gewannen über drei Prozent, was Händler mit einer technischen Erholung begründeten. Usinor verloren nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse 1,8 %.

MAILAND - MIB30-Index uneinheitlich

Nach anfänglichen Gewinnen kam es an der Mailänder Börse zu gegen Mittag zu leichten Abschlägen. Der MIB30-Index gab um 0,2 % auf 46 150 Punkte nach. Die Übernahmeofferte des Mischkonzerns Compart für die Energiegruppe Falck habe den Markt weiter in Schwung gehalten, sagten Händler. Compart waren unangefochtener Umsatzspitzenreiter, und stiegen bis zu 1,9 %. Nach der mittäglichen Trendwende lag das Plus nur noch bei 0,7 %. Falck verlor hingegen 1,5 % auf 9,8 Euro. Aktien von Telekommunikationsanbieter Tiscali stiegen um die zwei Prozent, nachdem Spekulationen über einen Einstieg der Deutschen Telekom bei dem für UMTS-Lizenzen bietenden Konsortium aufkamen. Das Unternehmen wollte sich bislang nicht dazu äußern.

MADRID - Ibex-Index vom Minus ins Plus

Die Madrider Börse hatte anfänglich unter dem Schatten von aufkeimenden Zinssorgen schwächer tendiert, kehrte gegen Mittag den negativen Trend jedoch um. Der 35 Werte umfassende Ibex-Index rückte um 0,5 % auf 10 604 Zähler vor. Die Aufmerksamkeit liege auf der nächsten Sitzung der US-Notenbank Fed, hieß es am Markt. Die Biotechnologie-Aktie Zeltia, legten nach bislang unbestätigten Berichten über den Einstieg des britischen Pharmakonzerns Glaxo Wellcome 2,5 % auf 64,50 Euro zu. Branchenkreise hatten am Dienstag von einer von Glaxo erworbenen Beteiligung unter fünf Prozent berichtet. Das Metallunternehmen Aceralia legte ebenfalls zu, und verbesserte sich um 1,5 % auf 9,24 Euro. Indexschwergewicht Telefonica lag leicht schwächer bei 22,8 Euro.

AMSTERDAM - AEX-Index behauptet

In Amsterdamer präsentierte sich die Börse behauptet. Der AEX-Index nahm bis gegen Mittag um 0,4 % auf 674 Punkte zu. Händler sprachen von einem ruhigen Handel. Herausragender Gewinner war Unilever, die in Erwartung ihrer Quartalsergebnisse um 4,8 % zulegten. Auch Hagemeyer legten deutlich zu, nachdem die Industriegruppe den Kauf einer Elektroeinheit von Pacific Dunlop verkündet hatte. Der Titel gewann an die drei Prozent.

WIEN - ATX-Index freundlich

Die Wiener Börse tendierte bei geringen Umsätzen freundlich. Der 21 Werte umfassende ATX gewann 0,5 % auf 1164 Punkte. "Das Geschehen wird weiter von Bank Austria dominiert, ansonsten ist im Markt nicht viel los", sagte ein Händler. Das ATX-Schwergewicht profitiere von der der geplanten Fusion mit der HypoVereinsbank. Bank Austria notierten mit 61,94 (61,70) Euro. Fester präsentierten sich auch Böhler und Mayr-Melnhof.

BRÜSSEL - BEL20-Index leichter

In Brüssel gab der Bel20-Index um 0,38 % auf 3038 Punkte nach. Dem Markt fehle es an Liquidität, sagten Händler. Schwergewicht Fortis gaben 0,15 % auf 33,29 Euro ab. Die Titel der Finanzholding Almanij verloren über ein Prozent auf 45,30 Euro. Auch andere Finanztitel wie Dexia und KBC Bancassurance notierten schwächer.

STOCKHOLM - OMX-Index von Telekomtiteln belastet

Fallende Telekommunikationstitel haben die Aktienkurse an der Stockholmer Börse gedrückt. Der 30 Werte umfassende OMX-Index verringerte sich um 0,98 % auf 1296 Punkte. Börsenschwergewicht Ericsson verlor 3 Kronen auf 175 skr, Rivale Nokia gab über zehn Kronen ab. Im Pharmabereich legte AstraZeneca gegen den Trend um acht Kronen zu, nachdem das Indexschwergewicht am Dienstag besser als erwartete Halbjahresergebnisse vorgelegt hatte.

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