Zinsüberschuss gesteigert
Bankgesellschaft Berlin kehrt in die Gewinnzone zurück

Die Bankgesellschaft Berlin ist im ersten Quartal unter anderem dank Kosteneinsparungen beim Betriebsergebnis wie auch beim Ergebnis nach Steuern wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Reuters BERLIN. Der Netto-Gewinn in den ersten drei Monaten belief sich auf 118 Millionen Euro nach einem Minus von 114 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die Bank am Donnerstag mit. Dazu trug aber der Gewinn aus der Veräußerung einer tschechischen Tochter mit allein 91 Millionen Euro bei. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge habe sich auf 54 (Vorjahresperiode: minus 95) Millionen Euro verbessert. "Die Erträge stabilisieren sich, dennoch gilt nach wie vor vorsichtige Zurückhaltung", erklärte Vorstandschef Hans-Jörg Vetter zum Quartalsergebnis. Auf dieser Basis und mit der Fortsetzung der eingeleiteten Sanierung plane der Konzern, 2003 ein mindestens ausgeglichenes operatives Ergebnis zu erzielen.

Die nach einer existenzbedrohenden Krise um ihre Gesundung kämpfende Bank hatte Ende März einen Nettoverlust von knapp 700 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2002 ausgewiesen. Der operative Fehlbetrag hatte sich auf 48 Millionen Euro belaufen. Das Institut ist zu 81 Prozent im Besitz des Landes Berlin, das die Bank mit Milliardenhilfen und-garantien gestützt hatte. Der angestrebte Verkauf des Bank-Konzerns war vom Berliner Senat kürzlich zunächst auf Eis gelegt worden. Nach der Sanierung soll die Bankgesellschaft aber dann endgültig privatisiert werden.

Positive Entwicklungen der Ertragszahlen

Die Bank nannte den Betriebsgewinn vor Risikovorsorge für die ersten drei Monate 2003 mit 124 Millionen (Vorjahresperiode minus 16 Millionen) Euro. Als Risikovorsorge seien 70 (79) Millionen Euro angesetzt worden. Grund für die insgesamt positive Ergebnisentwicklung im Quartal seien Kostensenkungen und die günstige Entwicklung des Handelsergebnisses.

Ihren Zinsüberschuss konnte die Bank im ersten Quartal um sieben Millionen Euro auf 409 Millionen Euro steigern. Der Provisionsüberschuss blieb mit 79 Millionen Euro um sechs Millionen Euro unter dem Vorjahresvergleichswert. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften lag nur noch mit drei Millionen Euro im Verlust und verbesserte sich damit um 71 Millionen Euro. Die Verwaltungsaufwendungen konnten um 15,5 Prozent auf 354 Millionen Euro zurückgeführt werden.

Bedarf an neuem Kapital hat die Bank, wie sie vor wenigen Wochen erklärt hatte, bis zum geplanten Ende der Sanierung 2006 nicht mehr. Zudem will das Institut weitere Tochterfirmen veräußern, wie die Allbank oder die Weberbank. Bis Ende 2005 waren ursprünglich im Zuge der Sanierung gut 4000 Stellenstreichungen vorgesehen, von denen bereits 2000 Stellen abgebaut wurden.

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