Zinsunterschied betont
Bush bekennt sich zu Politik des starken Dollars

US-Präsident George W. Bush hat seine Verpflichtung zu einer Politik des starken Dollar bekräftigt. Für die Schwäche der US-Währung zum Euro machte er am Montag nach einer Kabinettssitzung die Zinsdifferenz zwischen den USA und Europa verantwortlich

rtr WASHINGTON. "Die Politik dieser Regierung ist die eines starken Dollar", sagte Bush in Washington. Die Entwicklung werde anders verlaufen, wenn der Zinsunterschied zwischen Europa und den USA geringer werde.

Der als Schlüsselzins der US-Notenbank (Fed) geltende Zielsatz für Tagesgeld liegt derzeit mit 1,25 % auf dem niedrigsten Niveau seit etwa 40 Jahren. Dagegen hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins für die Euro-Zone in der vergangenen Woche auf ein Rekord-Tief von zwei Prozent gesenkt. Viele Volkswirte gehen davon aus, dass die Fed beim nächsten Treffen ihres für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses (FOMC) Ende Juni ihren Leitzins erneut reduzieren wird.

"Ich wiederhole so deutlich, wie ich nur kann, die Politik der USA ist eine Politik eines starken Dollar", fuhr Bush fort. Beim Weltwirtschaftsgipfel der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G-8) habe er seinen Partnern erklärt, dass der Zinsunterschied die Anleger veranlasst habe, den Dollar zu verkaufen und Euro zu kaufen, um einen höheren Ertrag ihrer Anlagen zu erzielen. "Deshalb ist der Dollar unter Druck", fügte er hinzu.

Der Dollar hat seit mehreren Wochen an Wert verloren. Dabei markierte der Euro erst kürzlich ein Rekordhoch bei Kursen über 1,19 Dollar. Viele Marktteilnehmer hatten deshalb die Verpflichtung der US-Regierung zu einem starken Dollar in Frage gestellt.

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