Zirener: EZB hat weiteres Zinssenkungspotenzial
Aufschwung an Aktienmärkten ist Folge von niedrigen Zinsen

Der aktuelle Aufschwung an den Aktienmärkten ist nach Einschätzung von Horst Zirener, Vorstandsvorsitzender der Deka Kapitalanlage (Fondsgesellschaft der Sparkassen), eine liquiditätsgetriebene Hausse.

dpa-afx FRANKFURT. Es sei inzwischen auf Grund der niedrigen Zinsen unattraktiv geworden, in Geldmarktprodukte zu investieren, sagte Zirener, der auch Sprecher des BVI Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaften ist, der "Börsen-Zeitung".

Nachdem viele Anleger in den vergangenen Monaten ihre Mittel in Geldmarktfonds geparkt hätten, suchten sie nun als Alternative wieder nach Aktien. Der Wechsel vom Geldmarkt in den Aktienmarkt werde endgültig dann kommen, wenn auch die Unternehmensdaten wieder in Ordnung seien. Die Deka erwarte das Erreichen der Talsohle im Frühjahr spätestens Mitte kommenden Jahres. Dies hänge in erster Linie davon ab, ob die Rezession in den USA zwei oder drei Quartale dauere.

Die Deka habe mittlerweile ihren Investitionsgrad in Aktienfonds wieder erhöht, sagte Zirener. Er liege derzeit zwischen 95 und 100 Prozent, nachdem vor den Anschlägen vom 11. September eine Liquidität von etwa 10 Prozent in den Fonds gehalten worden sei.

Der Europäischen Zentralbank (EZB) warf Zirener vor, die Zinsen zu spät und zu wenig gelockert zu haben. Sie habe noch Potenzial, da es keine Inflationsgefahr gebe. Er wolle die EZB jedoch vor Kritik in Schutz nehmen. Die EZB wolle nicht so erscheinen, als ob sie der US-Notenbank im Schlepptau folge.

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