Zittern bis zum Schluss
Eine Milliarde Euro für die Sicherheit

Die finanzielle Bürde ist für das kleine Griechenland kaum noch zu tragen. Glaubte das Organisations-Komitee erst mit rund 2,4 Milliarden Euro auszukommen, so ist dieser Betrag inzwischen beträchtlich gewachsen. Allein die Sicherheit nimmt schon eine Milliarde Euro ein.

HB ATHEN. Die Olympischen Spiele stellen die Sicherheitsexperten vor große Herausforderungen. Nach den Anschlägen von Madrid ist die Nervosität weiter gewachsen. Auf rund 650 Mill. Euro belief sich der Sicherheitsetat für die Spiele ursprünglich, inzwischen rechnen die Griechen mit mehr als einer Milliarde - fünfmal so viel wie in Sydney.

Rund 70 000 Polizisten, Soldaten und private Wachmänner sollen für die Sicherheit der Sportler, Funktionäre und Besucher sorgen. Allein 900 Bewacher werden für das Olympische Dorf eingesetzt, das während der Spiele einer Festung gleichen soll. Awacs-Flugzeuge der Nato werden den griechischen Luftraum überwachen, Kriegsschiffe der Allianz den Seeverkehr in der Ägäis kontrollieren. Die Nato werde "alles tun", um den Griechen zu helfen, versicherte der Vorsitzende des Militärausschusses der Allianz, General Harald Kujat. Auch Deutschland soll helfen. Griechenland bat Berlin um die Bereitstellung von "Unterstützungspotenzialen" für den Fall einer Katastrophe oder eines Terroranschlags. Konkret geht es um Löschflugzeuge, Transportschiffe zur Evakuierung von Personen, mobile Laboratorien und Kliniken. Auch Gerichtsmediziner und Experten zur Erkennung von chemischen, biologischen und radioaktiven Kampfstoffen werden benötigt.

Über 200 Bedrohungsszenarien haben die Organisatoren in mehreren Großmanövern bereits durchgespielt, darunter Terrorattacken mit "schmutzigen Bomben" und den Abschuss von Zivilflugzeugen, die unangemeldet in die geplante Sperrzone über Athen eindringen.

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