Zitterpartie bis Handelsschluss
Das war knapp: Dax verteidigt 3 000-Punkte-Marke

Mit den deutschen Aktien ging es weiter talwärts. Der Dax fiel am Donnerstag deutlich und ging mit 3 007 Punkten aus dem Handel.

ddp FRANKFURT/MAIN. Die Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hat sich auch am Donnerstag unvermindert fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex (DAX) verteidigte zwar die psychologisch wichtige Marke von 3000 Punkten, büßte aber bis Handelschluss weitere 3,8 Prozent auf ein Tagestief von 3007 Zählern ein. Der Nemax 50 des Neuen Marktes konnte sich dagegen nicht über 400 Punkten halten und verlor 1,6 Prozent auf 399 Zähler. Der MDAX der Nebenwerte sackte um 0,5 Prozent auf 2979 Punkte ab.

Händler sagten, der große Verfall an den Terminbörsen am Freitag werfe bereits seine Schatten voraus. Belastet werde die Stimmung am Markt weiterhin von Konjunktursorgen und Befürchtungen eines Irak-Krieges. Technologie- und Bankenwerte gehörten zu den größten Verlierern bei den Standardwerten.

Sehr schwach tendierten auch die Aktienkurse an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index fiel bis 20.15 Uhr um 1,6 Prozent auf 8040 Zähler. Der Nasdaq-Composite-Index büßte 1,9 Prozent auf 1229 Punkte ein. Der Euro gewann im Gegenzug gegenüber dem Dollar zunehmend an Wert. Am Devisenmarkt wurde die Gemeinschaftswährung mit 0,9858 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte am Mittag einen Referenzkurs von 0,9814 Dollar.

Im DAX führten MLP die Verliererliste an. Der Wert verlor 9,9 Prozent auf 9,83 Euro, nachdem die Staatsanwaltschaft Mannheim Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insiderhandel bei dem Unternehmen bestätigt hatte. Bankenwerte wurden von einer Reduzierung der Ausblicke durch die Ratingagentur Moody's belastet. Deutsche Bank gaben 8,1 Prozent auf 51,60 Euro ab, HypoVereinsbank 6,9 Prozent auf 16,01 Euro. Technologietitel litten unter einer Gewinnwarnung des US-Konzerns EDS. SAP büßten mehr als 6,0 Prozent ein, Deutsche Telekom und Epcos verbilligten sich um mehr als 5,0 Prozent. adidas-Salomon fielen trotz einer Hochstufung durch die Investmentbank UBS Warburg um 6,5 Prozent auf 64,62 Euro. Vor allem ein sich verlangsamender Auftragseingang bei dem US-Sportartikelhersteller Nike drückte auf den adidas-Kurs.

Gegen den Trend legten nur zwei Standardwerte leicht zu. Allianz behaupteten Kursgewinne von 1,6 Prozent auf 91,30 Euro. Der Allfinanz-Konzern hatte erneut betont, dass er keine Kapitalerhöhung plane. Spekulationen darüber hatten den Wert in den Vortagen auf die tiefsten Kurse seit zehn Jahren gedrückt. Degussa nahmen minimal auf 27,75 Euro zu.

Am Neuen Markt litten MobilCom weiter unter der unsicheren Zukunft des Unternehmens. Sie verloren 31,7 Prozent an Wert und notierten bei 1,81 Euro. CE Consumer verharrten mit einem Minus von 9,9 Prozent bei 1,00 Euro. Gefragt waren Lion Bioscience, die 11,3 Prozent auf 3,56 Euro hinzugewannen. Lambda kletterten um 8,8 Prozent auf 8,30 Euro.

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