Ziviles Geschäft immer noch gedämpft
Luftfahrtbranche hofft auf Rüstungsaufträge

Im britischen Farnborough ist am Montag die bedeutendste Luftfahrtausstellung des Jahres eröffnet worden. Zu der einwöchigen Messe in Südostengland werden 300 000 Wirtschaftsvertreter, Politiker und Hersteller erwartet.

Reuters FARNBOROUGH. Die Veranstaltung findet wegen der Anschläge vom 11. September in den USA unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Folgen der Anschläge auf die Luftfahrindustrie dürften auch das bestimmende Thema sein.

Im vergangenen Jahr machten zivile Fluggesellschaften weltweit zusammen zwölf Milliarden Dollar Verlust. Dagegen haben mehrere Staaten höhere Rüstungsausgaben angekündigt.

Der Luftfahrtexperte Harald Hendrikse von Credit Suisse First Boston sagte zu der gedrückten Stimmung bei den zivilen Flugzeugbauern: "Ich habe keine Zweifel, dass wir weitere stornierte Bestellungen sehen werden. Es gibt einfach keine Passagiere."

Der Militärbereich könnte dagegen von den Reaktionen auf die Anschläge profitieren. US-Präsident George W. Bush hat eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben angekündigt; Großbritannien hat die größte Erhöhung seiner Militärausgaben in zwei Jahrzehnten beschlossen und auch Frankreichs Präsident Jacques Chirac will nach eigenen Angaben sein Land militärisch stärken.

Der Kampf zwischen Europa und den USA über die Vorherrschaft beim zivilen Flugzeugbau zwischen Airbus und Boeing wurde zu dieser Messe gedämpfter ausgefochten als in den Jahren zuvor. Dagegen wird der Wettbewerb zwischen dem Eurofighter und dem F-35 Joint Strike Fighter von Lockheed Martin um so härter ausgetragen. Vor einigen Tagen wurde die Türkei das siebte Land, das sich an dem F-35-Projekt beteiligt. Der Eurofighter ist ein Gemeinschaftsprojekt von Großbritannien, Deutschland, Spanien und Italien.

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