Zoran Djindjic droht mit Intervention bei albanischer Offensive
KFOR vermittelt im Kosowo zwischen Albanern und Serben

Die internationale Friedenstruppe KFOR im Kosovo hat in Südserbien Gespräche zwischen Albanern und der serbischen Polizei vermittelt. Die KFOR wolle so zu einer einer friedlichen Lösung in der Region beitragen, sagte der stellvertretende KFOR-Befehlshaber Georges Ladveze am Freitag.

afp PRISTINA/BELGRAD. In der südserbischen Stadt Bujanovac trafen Vertreter der albanischen Minderheit Südserbiens mit Behördensprechern zusammen. Ob an dem Gespräch auch Vertreter der kosovo-albanische Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac (UCPMB) teilnahmen, konnte Ladveze nicht sagen. Der designierte serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic hatte der KFOR zuvor in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" eine Frist von 20 Tagen gesetzt, um die Lage im Grenzgebiet zu stabilisieren.

"Sollten sich Indizien für eine albanische Offensive ergeben, wird unsere Polizei sofort intervenieren", drohte Djindjic. Der serbische Innenminister Bozidar Prelevic schloss eine Intervention vor Mitte Januar jedoch aus. Zunächst solle der Antritt der neuen serbischen Regierung abgewartet werden. In der Zwischenzeit müsse die internationale Gemeinschaft die "Terroristen klarer ächten", forderte er.

Die Rebellen der UCPMB liefern sich seit Wochen in der UN-Sicherheitszone nördlich der Grenze zum Kosovo heftige Gefechte mit der serbischen Polizei. Ihr Ziel ist, die Grenzregion mit dem Kosovo zu vereinigen. Der UN-Sicherheitsrat hatte am 19. Dezember den Rückzug der Rebellen aus der Pufferzone gefordert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%