Zu den Gewinnern im Dax gehören Infinoen und Lufthansa
Wenig Bewegung an deutschen Aktienmärkten

Der Dax präsentiert sich am Abend uneinheitlich. Zu den Gewinnern im Dax gehören Infineon und die Deutsche Lufthansa. Die Aktien von Lufthansa gewannen nach der Meldung, dass die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden, hinzu. BASF bewegte sich leicht im Plus, während Bayer und Schering etwas nachgaben. Im Nemax 50 legten die Aktien von Comroad und SER Systeme kräftig zu. Biodata und Kontron hingegen gaben nach.

ddp/vwd FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Montag bis zum frühen Abend uneinheitlich, jedoch ohne größere Ausschläge. Während der Deutsche Aktienindex (DAX) gegen 17.30 Uhr geringfügig um 0,10 Prozent auf 6 131,98 Punkte verlor, legte der Nemax 50 des Neuen Marktes um 0,88 Prozent auf 1 887,54 Punkte zu. Der MDax der Nebenwerte zeigte sich mit einem Minus von 0,01 Prozent fast unverändert und verzeichnete 4 572,77 Punkte.

Die US-Börsen bewegten sich kaum. Der Dow-Jones-Industrial verlor 0,14 Prozent auf 10 936,08 Punkte, die Technologiebörse Nasdaq Composite verbuchte ein Plus um 0,08 Prozent auf 2 193,22 Punkte. Der Euro verlor am Devisenmarkt bis 17.30 Uhr 0,13 Prozent auf 0,8914 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Euro-Referenzkurs am Montagmittag bei 0,8919 US-Dollar festgelegt. Das waren 0,0020 Dollar weniger als am Freitag. Im Vergleich zur D-Mark verteuerte sich die US-Währung damit von 2,1880 auf 2,1929 Mark.

Zu den Gewinnern im Dax gehörten die Technologiewerte und die Deutsche Lufthansa . SAP verbesserten sich um 2,94 Prozent auf 173,41 Euro, Infineon um 1,83 Prozent auf 46,65 Euro und Epcos um 1,09 Prozent auf 71,27 Euro. Infineon profitierte laut Händlern davon, dass ein US-Gericht Klagen wegen angeblicher Patentverletzungen durch das Unternehmen abgewiesen habe. Deutsche Lufthansa stiegen um 2,74 Prozent auf 22,50 Euro. Händler gingen davon aus, dass "die Gehaltsszenarien der Piloten der Lufthansa nur halb so viel ausmachen wie vorher angenommen". Vorherige Kursverluste seien vor allem auf den Ölpreis-Anstieg und "weniger auf den Pilotenstreik" zurückzuführen gewesen. Die jetzigen Kursanstiege bei der Lufthansa hingen auch mit einer erwarteten Einigung zwischen dem Unternehmen und der Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" zusammen. Leicht im Plus bewegten sich BASF , während Bayer und Schering etwas nachgaben. Spekulationen um ein Zusammengehen der Schweizer Pharmakonzerne Novartis und Roche sowie Übernahmegerüchte des Agrochemiebereichs von Aventis dürften hier eine Rolle gespielt haben. Eon verloren im Zuge der Gespräche mit der Allianz und Bayern über eine Reduzierung von deren Beteiligungen um 1,84 Prozent auf 55,35 Euro.

Im Nemax 50 legten Comroad mit 14,0 Prozent kräftig auf 17,20 Euro zu. Der Anbieter von Telematiknetzwerken hatte Umsatz- und Gewinnsteigerungen im ersten Quartal 2001 von mehr als 200 Prozent präsentiert. Analysten und Händler zeigten sich "positiv überrascht" von den Comroad-Zahlen. 15,2 Prozent auf 9,40 Euro legten SER Systeme zu. Das Softwarehaus hatte den Rückkauf eigener Aktien im Wert von neuen Millionen Euro angekündigt, da die Unternehmensverantwortlichen die eigenen Aktien als "unterbewertet" ansahen. Die Börse belohnte das Vorhaben mit einem Gewinnanstieg. Biodata verloren um 10,8 Prozent auf 37,60 Euro und Kontron gaben um knapp neun Prozent nachrichtenlos auf 59,40 Euro ab.

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