"Zu einem europäischen Unternehmen geschrumpft"
Viag-Interkom-Betriebsrat fordert Verzicht auf Entlassungen

Der geplante Stellenabbau beim Münchner Mobilfunkanbieter Viag Interkom darf nach Ansicht des Betriebsrats nicht durch Entlassungen bewerkstelligt werden. Die Geschäftsführung müsse auf einen "aktiven Stellenabbau verzichten", sagte Gesamtbetriebsratschef Bernd Meierhof am Freitag in München.

ddp MüNCHEN. Vor allem der Unternehmensbereich Netzaufbau werde von dem Stellenabbau getroffen. Die vom Mutterkonzern British Telecom vorgegebene Schrumpfung müsse durch einen Einstellungsstopp und Fluktuation aufgefangen werden. Außerdem muss nach den Worten Meierhofs versucht werden, möglichst viele Mitarbeiter des Netzwerkaufbaus im Vertrieb einzusetzen, der eher noch ausgebaut werde. Zudem solle die Geschäftsführung Mitarbeiter mit Aufgaben betrauen, die bislang von externen Beratern erfüllt wurden.

Zugleich kritisierte Meierhof die Konzernpolitik von British Telecom. Das einstige Weltunternehmen sei zu einem europäischen Unternehmen geschrumpft. Der Betriebsratschef sagte: "Das ist nicht gerade die tolle Nummer." Allerdings sei es von vornherein klar gewesen, dass es nach der Übernahme von Viag Interkom durch British Telecom zu Stellenstreichungen kommen werde.

Viag Interkom baut zur Ergebnisverbesserung mehr als ein Zehntel der rund 4 200 Mitarbeiterstellen ab. Geschäftsführer Joachim Preisig schloss in der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) einen aktiven Stellenabbau nicht aus. Der kleinste der vier deutschen Mobilfunkanbieter steht unter enormem Kostendruck.

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