Zu Guttenberg kommt für Glos
Februar 2009

Der CSU-Mann zu Guttenberg wird neuer Bundeswirtschaftsminister, das erste Konjunkturpaket mitsamt Abwrackprämie wird verabschiedet, General Motors legt einen Sanierungsplan vor und Märklin meldet Insolvenz an.

1.2.: Mit einem Aufruf für eine neue Weltfinanzordnung endet das Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Staats- und Regierungschefs unter den Teilnehmern unterstützen eine "Global Redesign Initiative" zur Unterstützung der Staatengruppe G-20, die unter dem Eindruck der Bankenkrise im November 2008 eine Erneuerung des globalen Finanzsystems auf die Agenda gesetzt hat.

Ein seit Jahrzehnten geplantes Umweltgesetzbuch scheitert an Einwänden der bayerischen Landesregierung. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) macht die Union dafür verantwortlich.

Nach neuen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen bombardieren israelische Kampfflugzeuge Einrichtungen der Hamas in dem palästinensischen Gebiet.

Staat und Kirche in Russland demonstrieren bei der feierlichen Einsetzung von Patriarch Kirill ihre enge Verbundenheit.

Der isländische Staatspräsident Olafur Ragnar ernennt eine Übergangsregierung unter Leitung von Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir.

2.2.: Ein deutscher Student wirft in Cambridge einen Schuh auf den chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao und protestiert so gegen dessen Rede an der englischen Universität.

Zwei Lotto-Spieler aus Bayern und Niedersachsen knacken den drittgrößten Jackpot der deutschen Lottogeschichte und teilen sich 35 Millionen Euro.

3.2.: Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert Papst Benedikt XVI. im Streit um Bischof Richard Williamson und die fundamentalistische Pius-Brüderschaft. Zudem fordert die CDU Chefin eine entschiedene Klarstellung des Vatikans.

Der Iran bringt erstmals einen Satelliten aus eigener Produktion in eine Erdumlaufbahn. Mehrere westliche Regierungen äußern sich besorgt über Fortschritte in der iranischen Raketentechnik.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier trifft in Washington erstmals mit seiner neuen US-Kollegin Hillary Clinton zusammen und spricht sich für neue Initiativen in der Abrüstung aus.

Der für das Amt des US-Gesundheitsministers vorgesehene Exsenator Tom Daschle erklärt nach massiver Kritik im Senat seinen Verzicht.

Die Deutsche Bahn räumt eine weitere Erfassung von Mitarbeiterdaten ein.

4.2.: Papst Benedikt XVI. fordert Bischof Williamson auf, die Leugnung des Holocaust zu widerrufen. Die Piusbruderschaft müsse sich zum Zweiten Vatikanischen Konzil bekennen.

Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen werden im Norden von Sri Lanka auch mindestens 52 Bewohner des Bürgerkriegsgebiets getötet.

Nach Recherchen des ZDF und der "New York Times" wird bekannt, dass der NS-Verbrecher Aribert Heim bereits 1992 in Kairo gestorben ist. Der lange Zeit gesuchte Arzt war im Konzentrationslager Mauthausen als "Dr. Tod" berüchtigt.

Nach dem Tod eines achtjährigen Mädchens in Paderborn fahndet die Polizei nach einem 29-jährigen Nachbarn. Das Opfer, die kleine Kardelen, hat ebenso türkische Wurzeln wie der mutmaßliche Täter.

Der Modellbahnhersteller Märklin meldet im 100. Jahr seines Bestehens Insolvenz an.

5.2.: Der hessische Landtag wählt Roland Koch erneut zum Ministerpräsidenten. Der CDU-Politiker erhält aber nur 62 Stimmen, obwohl seine Partei und der Koalitionspartner FDP zusammen 66 Abgeordnete haben.

Die schwedische Regierung will den 1980 gefassten Beschluss zum Ausstieg aus der Atomenergie rückgängig machen.

Bei einem Selbstmordanschlag vor einer Moschee in der pakistanischen Stadt Dera Ghazi Khan kommen mindestens 24 Menschen ums Leben.

6.2.: Mit Appellen zu einem Neubeginn in der Abrüstungspolitik beginnt in München die internationale Sicherheitskonferenz. Der russische Vizeministerpräsident Sergej Iwanow mahnt, dass sich die Welt in der Wirtschaftskrise kein neues Wettrüsten leisten könne.

Die Föderalismuskommission einigt sich auf eine "Schuldenbremse". Demnach muss der Bund seine Neuverschuldung bis 2016 auf 8,5 Milliarden Euro pro Jahr begrenzen. Die Länder dürfen ab 2020 überhaupt keine neuen Kredite mehr aufnehmen.

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