Zu Rückkauf eigener Aktien ermächtigt
Constantin-Vorstand prüft Abwehr

Der Aufsichtsrat der Constantin AG hat den Vorstand ermächtigt, Maßnahmen zur Abwehr der bevorstehenden Übernahme durch den Schweizer Großaktionär Highlight zu prüfen.

Reuters MÜNCHEN. In seiner Sitzung am Samstag habe das Gremium, in dem auch Highlight-Vorstandschef Bernhard Burgener vertreten ist, den Constantin-Vorstand außerdem zum Rückkauf eigener Aktien ermächtigt, teilte Constantin am Samstag mit. Es sollten aber weiter auch Gespräche mit Highlight über eine einvernehmliche Lösung geführt werden.

"Der Aufsichtsrat ist dem Vorschlag des Vorstandes gefolgt", bestätigte Constantin-Chef Fred Kogel einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir haben jetzt den Auftrag, alle Optionen zu prüfen im Sinne des Unternehmens und allen seinen Aktionären."

Der Schweizer Rechtehändler hatte vor gut zwei Wochen einen 16,4-prozentigen Anteil an Constantin von der Münchener EM.TV AG für 3,60 Euro je Aktie gekauft und ihren Anteil dadurch auf 41,4 Prozent aufgestockt. Highlight will nun - gemäß deutschem Aktienrecht - den außenstehenden Aktionären ein Abfindungsangebot machen. In Branchenkreisen hieß es, das Unternehmen wolle weiter nicht mehr als den gesetzlich geforderten Mindestpreis von 3,60 Euro je Anteilsschein bezahlen, der unter dem derzeitigen Aktienkurs von 4,40 Euro liegt. Im Constantin-Management unter Führung des neuen Vorstandschefs Fred Kogel hatte die geplante Übernahme Unbehagen ausgelöst. Abwehrmaßnahmen seien nicht ausgeschlossen, hatte es vor der AR-Sitzung geheißen.

Als Alternative zur Übernahme durch Highlight kommt den Branchenkreisen zufolge zum Beispiel der Einstieg eines befreundeten Investors im Zuge einer Kapitalerhöhung in Frage. Dadurch würde der Anteil von Highlight auf etwa 30 Prozent verwässert. Der Filmproduzent, an dem Erfolgsregisseur Bernd Eichinger mit gut 25 Prozent beteiligt ist, könnte sich aber auch vielleicht auf eine Fusion mit Highlight einlassen, bei der die strategische Unabhängigkeit des Münchener Unternehmens gewahrt bliebe. Constantin lehnte einen Kommentar zu diesen Spekulationen ab.

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