„Zu viel Gewicht, zu wenig Rennen“
Ullrich steigt vom Wettkampf-Rad

T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich hat nach dem Debakel beim Klassiker Flèche Wallone alle Rennen bis Ende Mai abgesagt, um sich allein auf die Tour den France zu konzentrieren. Doch die Zeit wird knapp. Selbst Ullrichs persönlicher Betreuer Rudy Pevenage befürchtet ernste Probleme.

HB FRANKFURT/MAIN/BERLIN. Der wieder mit Gewichtsproblemen kämpfende Rad-Olympiasieger sagte einen Tag nach seinem enttäuschenden Ausstieg beim Klassiker Flèche Wallone am Donnerstag auch seinen Start bei "Rund um den Henninger Turm" am 1. Mai überraschend ab. Stattdessen will sich Ullrich in seiner Schweizer Wahlheimat auf die Tour de France vorbereiten. Sein nächstes Rennen soll er erst wieder am 29. Mai bei "Rund um die Hainleite" in Thüringen fahren, teilte T-Mobile-Sprecher Matthias Schumann am Donnerstag in Frankfurt/Main mit. Damit fehlt Ullrich auch am kommenden Sonntag beim fünften Weltcup-Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich.

"Das war noch eine Nummer zu hoch für mich", hatte Ullrich nach seinem Ausstieg am Mittwoch ernüchternd feststellen müssen. Die 68. Auflage des Flèche Wallone, bei dem Gerolsteiner-Kapitän Davide Rebellin einen eindrucksvollen Sieg drei Tage nach seinem Erfolg beim Amstel Gold Race feierte, hatte er nach 100 km abgeschlagen abbrechen müssen. Ullrich habe schon oft genug bewiesen, dass er bei der Tour in Topform sei, wenn man ihm dazu die nötige Zeit gebe. "Die braucht er jetzt auch", meinte Schumann. In der Schweiz soll sich Ullrich nun in die Form fahren, "mit der er Lance Armstrong angreifen will". Die Mannschafts-Kollegen Matthias Kessler und Andreas Klöden sollen in der nächsten Woche die Trainingspartner sein.

Doch die Zeit wird knapp. Bis zum Tourstart sind es nur noch zweineinhalb Monate. Nach Ullrichs Rennkalender fällt der Mai für die wichtige Arbeit an der Wettkampfhärte fast komplett weg. Seine Fixpunkte zur Vorbereitung seien nun die Deutschland-Rundfahrt und die Tour de Suisse, erklärte der Sportliche Leiter des Teams, Mario Kummer: "Natürlich hatten wir damit gerechnet, dass es bei ihm schon besser geht, aber es besteht kein Grund zur Panik. Ihm fehlen Kilometer."

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