Zu viele Überstunden
Eisenbahner gehen auf Konfrontationskurs

Die Eisenbahner in Deutschland wollen sich mit ihren hohen Überstunden nicht länger abfinden. "Ein Berg von fast 14 Millionen Überstunden muss abgewickelt werden", sagte der Chef der Eisenbahnergewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, am Montag in Hamburg.

dpa HAMBURG. "Jeder Beschäftigte muss knapp 86 Stunden oder rund 12 Tage noch ausgleichen." Rein rechnerisch entspreche das rund 7 000 Arbeitsplätzen.

Die Gewerkschaft habe nun Teile des Vertrags über die Jahresarbeitszeit gekündigt, der 1998 in Kraft getreten war. "Wir sind nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass weiter massiv Personal eingespart wird und auf der anderen Seite die verbleibenden Beschäftigten immer mehr arbeiten müssen", sagte Hansen. Ein Unternehmen, das sich Service und Sicherheit auf seine Fahnen geschrieben habe, dürfe seine Mitarbeiter nicht derartig ausquetschen. Besonders betroffen von der Mehrarbeit seien Lokführer und Zugbegleiter.

Die Gewerkschaft will nun mit dem Bahn-Vorstand über die Ausgestaltung der Arbeitszeit neu verhandeln. Wir wollen nicht auf die Pauke hauen", sagte Hansen. "Wir wollen konstruktiv vorgehen." Die Ruhezeitregelungen und Pausenbestimmungen müssten neu verhandelt werden. Ziel der Gewerkschaft bleibe es, Überstunden weitgehend zu verhindern.

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