Zu wenig Mobilfunkkunden
Herzog Telecom beantragt Insolvenzverfahren

dpa TRIER. Das Trierer Kommunikationsunternehmen Herzog Telecom AG hat am Montagmorgen beim Amtsgericht Trier wegen Liquiditätsproblemen ein Insolvenzverfahren beantragt. Wie Aufsichtsratsvorsitzender Günther Hoffmann sagte, ist im vergangenen Jahr die Zahl der Abschlüsse mit Mobilfunkkunden gesunken. Das Unternehmen habe deshalb auf die "wesentlichen Provisionen bei 24- Monats-Verträgen" verzichten müssen. Auch die hundertprozentige Tochter Herzog Direct GmbH für Marketing und Werbung habe ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt.

Es sollen 20 Filialen geschlossen werden. Die Zahl der Mitarbeiter werde von 211 auf 78 sinken. Die Geschäfte würden in neuen, billigeren Räumen weitergeführt, hieß es. Herzog will sich auf den Wirtschaftsraum Eifel/Mosel/Saar beschränken. Es gebe auch Gespräche mit Investoren. Herzog Telecom verfügt nach eigenen Angaben über 150 000 feste Mobilfunkkunden. Herzog Telecom ist vor allem wegen überzogener Versprechungen bei der Vermittlung von Handy-Verträgen in Schwierigkeiten geraten. So hatte sie Kunden des Mobilfunkanbieters Viag Interkom eine Erstattung der Grundgebühr versprochen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des unlauteren Wettbewerbs und hat bereits Unternehmensakten beschlagnahmt.

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