Zünder für Bomben in Paris gefunden
Schlag gegen islamistische Terroristen

Die in Paris festgenommenen mutmaßlichen islamistischen Terroristen haben nach Einschätzung der Ermittler einen Bombenanschlag geplant. In der Wohnung der Verdächtigen wurden elektronische Bauteile für einen Bombenzünder gefunden, berichteten die Behörden am Donnerstag in Paris mit.

HB/dpa PARIS/KARACHI/ISLAMABAD. Dagegen hat sich der Verdacht eines geplanten Anschlags mit Chemie-Waffen nicht erhärtet. Mitgeteilt wurde auch, dass am Vortag eine fünfte Person in Polizeigewahrsam genommen worden ist.

Bei den Substanzen handelt es sich nach den Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden um Chemikalien, die in Sprengsätzen verwendet werden können. Die Untersuchungen in einem Militärlabor würden jedoch fortgesetzt. Die vier bereits am Montag Festgenommenen, darunter der Frankoalgerier Mirouane Ben Ahmed, seine Frau und ein Marokkaner, wurden unterdessen weiter vom Inlandsgeheimdienst DST verhört.

In der Wohnung der Festgenommenen hatten Ermittler zwei Flaschen mit Chemikalien, zwei leere Gascontainer sowie hohe Bargeldsummen, gefälschte Ausweispapiere und ein Schutzanzug gegen bakteriologische Angriffe sichergestellt. In einer der Flaschen befand sich den Untersuchungen des Labors zufolge Eisentrichlorid, das bei Erhitzung eine starke Explosionskraft entwickelt. Auch die zweite untersuchte Chemikalie sei für Sprengstoffsätze geeignet, hieß es.

Drei Festgenommene sollen sich in Tschetschenien und Afghanistan aufgehalten haben. Ihnen werden Kontakte zu einer Terrorzelle nachgesagt, die im Dezember 2000 in Frankfurt aufgelöst wurde und Anschläge auf das Münster und den Weihnachtsmarkt in Straßburg geplant haben soll. Außerdem sollen sie nach Medienberichten Verbindung zum Terrornetzwerk El Kaida gehabt haben.

Terrorist stirbt vermutlich bei Explosion in Pakistan

Bei einer Explosion in der pakistanischen Hafenstadt Karachi ist am Donnerstag vermutlich ein einer der meistgesuchten Terroristen des Landes getötet worden. Bei einem der insgesamt vier Toten sei ein pakistanischer Personalausweis gefunden worden, dessen Foto dem von Asif Ramzi ähnele, sagte ein hochrangiger Polizeioffizier. "Wir versuchen den Toten zu identifizieren, und wir vermuten es war Ramzi."

Asif Ramzi wird mit zahlreichen Anschlägen in Karachi in Verbindung gebracht, unter anderem mit der Entführung und dem Mord an dem amerikanischen Journalisten Daniel Pearl Anfang des Jahres. Die von Ramzi geführte Terrorgruppe Lashkar-e-Jhangvi soll mit der El- Kaida-Organisation von Osama bin Laden zusammenarbeiten.

Bei der Explosion in einem Chemikalien-Lagerhaus einer lokalen Pharmafirma seien insgesamt drei Männer und eine Frau seien ums Leben gekommen, teilte die pakistanische Polizei weiter mit. In den Trümmern habe die Polizei eine Rakete und Chemikalien, die zum Bau von Sprengsätzen verwendet werden können, entdeckt.

In der ostpakistanischen Stadt Lahore nahm die Polizei nach einer Schießerei in der Nacht zum Donnerstag neun mutmaßliche El-Kaida - Kämpfer fest. Unter den Festgenommenen sind ein bekannter Arzt mit amerikanischem Pass sowie dessen Neffe mit kanadischer Staatsangehörigkeit und sieben weitere Mitglieder und Freunde der Familie. Informationsminister Sheich Rashid bestätigte die Festnahmen, die nach Polizeiangaben in Zusammenarbeit mit US-Fahndern erfolgten. Einzelheiten wollte er nicht bekannt geben.

Der festgenommene Arzt Ahmad Javed habe häufig Afghanen behandelt und sei selbst mehrfach zu Patienten nach Afghanistan gereist, sagte ein Sprecher der islamistischen Parteienallianz MMA, für die ein enger Verwandter Javeds im Parlament sitzt. Bereits im Oktober war ein anderer pakistanischer Arzt für mehrere Wochen festgenommen worden. Der Chirurg hatte damals zugegeben, in Afghanistan einen Mitarbeiter von Bin Laden behandelt zu haben.

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