Zugang für private Konkurrenten zu Ortsnetzen in Frankreich
Letztes Monopol von France Télécom fällt im Januar

afp PARIS. Das letzte Monopol des französischen Telefonkonzerns France Télécom wird im Januar fallen. Mit Jahresbeginn werden die privaten Konkurrenten Zugang zur so genannten letzten Meile, also zu den Kunden in den Ortsnetzen haben, wie aus einem am Mittwoch in Paris veröffentlichten Regierungsdekret hervorgeht. Wieviel der staatlich kontrollierte Konzern dafür verlangen darf, blieb zunächst offen. Industrie-Staatssekretär Christian Pierret hatte erklärt, er wolle sich für "möglichst niedrige" Gebühren einsetzen, um die Nutzung des Internet in Frankreich zu fördern. Nach Informationen der Pariser Tageszeitung "Le Monde" sollen die von den Firmen untereinander zu zahlenden Gebühren auf der Basis der für die Modernisierung der Ausrüstung anfallenden Kosten berechnet werden.

Mit der Liberalisierung des französischen Telekommunikationsmarktes wurde 1998 begonnen, sie betraf jedoch zunächst nur den Ferngesprächsbereich. Private Konkurrenten beklagten wiederholt, durch das Monopol bei den Ortsnetzen werde ihnen der Zugang zum schnell wachsenden Internet-Markt verwehrt. Der Wert des Internet-Marktes in Frankreich wird in diesem Jahr auf vier Milliarden Franc (1,2 Milliarden Mark) geschätzt.

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