Zugang zu Inhalten wird wichtiger
Kostenpflichtige Inhalte im Internet schwer durchsetzbar

Kostenpflichtige Inhalte im Internet werden nach Einschätzung der Unternehmensberatung Diebold (Eschborn) auch weiterhin schwer durchsetzbar sein.

dpa HAMBURG. "Es reicht nicht aus, an einen digitalen Inhalt, das vorher umsonst war, ein Preisschild zu kleben", sagte Marc Ziegler von Diebold am Dienstag in Hamburg. Für kostenpflichtige Inhalte sei es unbedingt notwendig, dass auch ein Mehrwert wie etwa zusätzliche Service-Leistungen angeboten werden.

Musiktauschbörsen wie Napster hätten eine Umsonst-Kultur etabliert, sagte Ziegler. "Im digitalen Umfeld verliert ein Produkt allein durch die Möglichkeit der Vervielfältigung seinen ursprünglichen Wert." Je stärker die Digitalisierung der Medien fortschreite, desto geringer werde der Umsatz der Medienindustrie ausfallen. Künftig werden Kunden nach Einschätzung von Diebold nicht mehr für die Inhalte, sondern für den Zugang zu bestimmten Inhalten zahlen.

Kein Unternehmen werde es sich jedoch künftig leisten können, sich nur auf ein einziges Medium zu spezialisieren. Bereits im Jahr 2015 werden nach den Prognosen von Diebold, einer hundertprozentigen Tochter der Deutschen Telekom, neue Ausgabeformen wie etwa DVDs oder mobile Geräte wie Handys einen Anteil von rund 50 Prozent am Gesamtumsatz der Medienunternehmen ausmachen. "Dabei wird der Zugang zu den Inhalten immer wichtiger werden, nicht der Besitz", sagte Ziegler. Schon ab 2006 werden "Infologistiker" wie zum Beispiel Mobilfunkbetreiber das entscheidende Bindeglied in der Beziehung von Medienunternehmen zum Konsumenten sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%