Zukäufe bei Brauereien und Mineralbrunnen
Brau und Brunnen plant Beteiligung an "namhaftem Mitbewerber"

Nach dem Verkauf der Mineralwasser-Marke Apollinaris plant Deutschlands drittgrößter Getränkekonzern Brau und Brunnen eine Beteiligung an einem "namhaften Mitbewerber".

HB/dpa DORTMUND. Außerdem seien Zukäufe sowohl bei Brauereien als auch bei Mineralbrunnen geplant, sagte Vorstandschef Michael Hollmann am Freitag in Dortmund auf einer außerordentlichen Hauptversammlung. Es liefen Gespräche, die aber noch nicht "spruchreif" seien. Nach Angaben eines Sprechers bemüht sich Brau und Brunnen etwa um die Weißbiermarke Erdinger.

Der Verkauf des 72-Prozent-Anteils an dem Gemeinschaftsunternehmen Apollinaris & Schweppes an die britische Cadbury Schweppes spült Brau und Brunnen 151 Millionen Euro in die Kasse. Der Dortmunder Konzern, an dem die Hypo-Vereinsbank 55 Prozent der Aktienanteile hält, ist nach eigenen Angaben durch den Verkauf der "Queen of Tablewaters" auf einen Schlag schuldenfrei. Brau und Brunnen werde für 2002 ein positives Ergebnis ausweisen und damit den in Vorjahren entstandenen Verlust ausgleichen sowie die Rücklagen stärken können. Der konsolidierte Umsatz werde zum 3. Dezember um rund 107 Millionen Euro geringer ausfallen als 2001.

"Es kann keine Rede sein von einer Zerschlagung des Konzerns. Genauso wenig wollen wir uns vom Geschäftsfeld alkoholfreie Getränke komplett trennen", betonte Hollmann. "Mit einem Verkauf von Tafelsilber hat die Maßnahme nicht das Geringste zu tun." Brau und Brunnen strebe eine Kooperation mit einem international agierenden Getränkekonzern an, erläuterte ein Sprecher. In Branchenkreisen wurde bereits mehrfach über weitere Verkäufe von deutschen Brauern ins Ausland spekuliert.

Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz mahnte wegen des erwarteten positiven Ergebnisses eine Ausschüttung an die Aktionäre an. Seit 1995 sei keine Dividende mehr gezahlt worden.

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