Zukäufe geplant
Schering setzt auf den amerikanischen Markt

dpa-afx FRANKFURT. Das Berliner Pharmaunternehmen Schering wagt am Donnerstag den Gang an die New Yorker Wall Street. "Der Schritt an das Big Board der New Yorker Börse macht deutlich, wie stark Schering auf den amerikanischen Markt setzt," erklärte ein Unternehmenssprecher. 30 % des Umsatzes will der Berliner Pharma-Spezialist künftig in dem schnell wachsenden Bio- und Gentechnologiemarkt von Nordamerika erzielen. Die Wahl von Hubertus Erlen zum künftigen Vorstandschef unterstreiche dies noch, erklärten Marktbeobachter.

Ein Ziel des Börsengangs, der zunächst für das kommende Frühjahr angepeilt worden war, ist, eine Einkaufswährung für Firmenzukäufe in den USA zu erlangen, so der Sprecher. Kein Pharmamarkt sei so attraktiv und gewinnträchtig wie der amerikanische. Kleinere Biotech- oder Gen-Technologieunternehmen böten sich als Übernahmekandidaten für den Schering-Konzern an.

Bislang waren Zukäufe vor allem an den hohen Summen, die die Verkäufer von Schering für ihre Unternehmen verlangten, gescheitert. Zukünftig werde mit eigenen Aktien bezahlt. Dass dies keine schlechte Währung sei, zeige der Kursverlauf der Schering-Aktie.

Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin begrüßen den Schritt der Berliner an die New York Stock Exchange (NYSE). Dieser Schritt erlaube dem Unternehmen nun auch Akquisitionen auf diesem Markt, hieß es zur Begründung. Denn bisher seien dem Konzern nach eigenen Angaben interessante Kaufkandidaten entgangen, weil Schering nicht in den USA notiert war. Gerade Biotechnologie-Unternehmen würden aber Aktienofferten gegenüber Barabfindungen bevorzugen.

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