Zukäufe nicht ausgeschlossen
IT-Dienstleister GFT hofft auf 2004

Trotz noch roter Zahlen denkt der IT-Dienstleister GFT Technologies nach Angaben von Vorstandschef Ulrich Dietz an weitere Zukäufe.

HB DÜSSELDORF. Bis zum Ende dieses Jahres soll wenigstens das operative Ergebnis nicht mehr negativ ausfallen, 2004 soll auch unter dem Strich ein Gewinn erwirtschaftet werden. "Auch dieses Jahr war kein gutes Jahr", sagte Dietz am Donnerstag im Gespräch der Nachrichtenagentur Reuters in Stuttgart. In den ersten neun Monaten verbuchte der IT-Dienstleister aus dem Schwarzwald mit 3,64 (Vorjahr: minus 6,93) Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) immer noch Verluste. Nach einem drastischen Sanierungsprogramm wies die Firma im zweiten und dritten Quartal mit jeweils 0,3 Millionen Euro aber ein positives Ebitda aus. Mit den letzten Monaten des Jahres will Dietz den operativen Fehlbetrag noch ausgleichen.

Noch bis in das erste Quartal 2004 werde sich die Investitionsrückhaltung in der IT aber fortsetzen. "Für 2004 sieht es etwas erfreulicher aus", fügte Dietz hinzu. Dann rechne GFT bei steigenden Umsätzen auch mit einem Jahresüberschuss. "Das ist unser oberstes Ziel", sagte er. In den ersten neun Monaten dieses Jahres lag das Unternehmen unter dem Strich mit sechs (minus 11,2) Millionen Euro weiterhin tief in der Verlustzone. Der Umsatz ging auf 103,9 (119,8) Millionen Euro zurück, allein im dritten Quartal war er zehn Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Dennoch hegt GFT-Chef Dietz wieder Wachstumspläne. Eine "spannende Akquisition in einer vernünftigen Größenordnung" von 20 bis 40 Millionen Euro Umsatz und bis zu 300 Mitarbeitern sei angesichts liquider Mittel von 25 Millionen Euro kein Problem. Er wolle GFT auf drei Standbeine stellen: das Projektgeschäft mit IT-Lösungen vor allem für Banken, Unternehmenssoftware und multimediale Anwendungen wie Online-Learning. Aus diesem Bereich könnten 2004 schon bis zu zehn Prozent des Umsatzes kommen. Vor kurzem hatte GFT die indische eQuadriga übernommen, die sich mit Software für Lernprogramme via Internet beschäftigt. Bisher erwirtschaftet GFT mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit seinem Großaktionär Deutsche Bank. Die GFT-Aktie (Prime Standard) stieg am Donnerstag um 1,5 Prozent auf 3,3 Euro. Seit dem Tiefstand im März hat sich ihr Wert vervierfacht.

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