Zukauf von Commerzbank-Anteilen geplant
WCM geht in die Offensive

Die Beteiligungs- und Grundbesitzgesellschaft WCM will nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Roland Flach ihren Anteil an der Commerzbank aufstocken.

Reuters/vwd FRANKFURT. "Nach wie vor setzt WCM auf die Erweiterung dieses Engagements", bekräftigte Flach am Donnerstag. Die Entwicklung des Commerzbankaktienkurses bedauere er, halte sie aber nicht für nachhaltig. "Dauerhaft werden die Commerzbank-Aktien wieder über Buchwert notieren." Flach widersprach Gerüchten, dass WCM sich auf der Verkaufsseite befinde.

Nach den Worten Flachs hält WCM derzeit mehr als 5,5 aber weniger als 9,9 Prozent an der Commerzbank.

WCM plant in den kommenden zwölf Monaten den Verkauf von deutschen und ausländischen Gewerbeimmobilien im Volumen von bis zu 500 Mill. Euro. Daraus dürfte eine Nettoliquidität von 170 Mill. bis 200 Mill. Euro an das Unternehmen fließen, sagte der Vorstandsvorsitzende Roland Flach auf einer Pressekonferenz. Zudem sollten Teile des Verpackungsmaschinengeschäfts sowie ein US-Automobilzulieferer, die zu den Klöckner-Werken gehören, für 130 Mill. bis 140 Mill. Euro noch 2002 veräußert werden.

Damit beliefen sich die geplanten Desinvestitionen bei Klöckner auf rund ein Viertel des gesamten Umsatzvolumens von rund einer Mrd. Euro. Flach kündigte ferner an, im kommenden Jahr eine größere gemeinnützige Wohnungsgesellschaft erwerben zu wollen. Darüber hinaus sei für 2003 die Akquisition eines weiteren börsennotierten, unterbewerteten Unternehmens geplant, hieß es weiter.

Der Vorstandsvorsitzende der WCM Roland Flach schließt einen Verlust seines Unternehmens für das Gesamtjahr 2002 nicht aus. "Es kann positiv sein, ich muss aber auch einräumen, dass es möglich ist, im Gesamtjahr einen kleinen Verlust zu erleiden", sagte Flach am Donnerstag in Frankfurt. Eine detaillierte Zahl wollte der WCM Chef auf Grund der schwierigen Situation an den Märkten nicht nennen.

WCM hatte am Vortag mitgeteilt, dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das zweite Quartal ein Minus von 13,5 Millionen Euro ausweise. Das ursprünglich für 2002 angestrebte Ergebnisziel im operativen Geschäft von 150 Millionen Euro werde voraussichtlich nicht erreicht.

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