Zukunft der Schwangeren-Konfliktberatung im Bistum Limburg
Papst entscheidet im Konflikt um Schwangeren-Beratung

Der Konflikt zwischen dem Limburger Bischof Franz Kamphaus und dem Vatikan über die Schwangeren-Konfliktberatung ist entschieden.

dpa LIMGURG. Kamphaus werde die Entscheidung von Papst Johannes Paul II. zur Zukunft der Konfliktberatung am Freitag bekannt geben, teilte das Bistum Limburg am Donnerstag mit. Von Bistumsseite war zunächst keine Auskunft darüber zu erhalten, wie die Entscheidung aussieht. «Am Freitag werden alle Spekulationen ein Ende haben», sagte der Bistumssprecher auf Anfrage.

In Kirchenkreisen hieß es, als wahrscheinlichste Lösung gelte, Kamphaus werde ein Weihbischof mit Sondervollmachten zur Seite gestellt. Dieser wäre dann für die Schwangeren-Beratung zuständig und würde den Ausstieg aus dem staatlichen System organisieren. Ein Rücktritt von Kamphaus sei unwahrscheinlich. Einen solchen hatte der Limburger Bischof auch stets abgelehnt.

Mit seinem zähen Widerstand gegen den Willen des Papstes hatte der 70 Jahre alte Kamphaus bisher erreicht, dass sein Bistum als einzige Diözese in Deutschland auch nach Ablauf einer Frist Ende 2001 in der staatlichen Schwangerenberatung bleiben durfte. Die elf Beratungsstellen im Bistum stellten weiterhin die für eine straffreie Abtreibung benötigten Scheine aus. Der Bistumssprecher sagte, Kamphaus sei seit Oktober 2001 im Gespräch mit Rom über den weiteren Weg des Bistums Limburg in der Schwangeren-Konfliktberatung gewesen.

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