Zukunft
Nachhaltigkeit statt Shareholder Value

Die schwere Finanz- und Wirtschaftkrise markiert nicht nur das Ende des jahrelangen Booms – sie greift auch tief in die Unternehmensführung ein. Corporate Governance, also die Sicherstellung einer guten Unternehmensführung, bekommt im Licht der Krise eine neue Bedeutung.

DÜSSELDORF. Hätten Aufsichtsräte die Krise zumindest vermindern können, wenn sie ihrer Kontrollaufgabe wirklich gerecht geworden wären? Die aktuelle Krise, so konstatiert der Managementdenker Fredmund Malik, ist auch eine Krise der Corporate Governance. Die Malaise sei entsprungen aus einer nicht funktionierenden Kontrolle und falschen Steuerung in Unternehmen - aus einem falschen Glauben an den Shareholder Value.

Das Postulat der Wertsteigerung und der allzu kurzfristigen strategischen Ausrichtung von Unternehmen ist angeschlagen, vermutlich ist diese Zeit vorbei. Selbst Ex-GE-Chef und Management-Ikone Jack Welch räumt ein, dass Shareholder Value nie eine Strategie an sich sein könne, sondern nur das Ergebnis einer guten Strategie sei. Und die sollte sich an vielen, auch langfristigen Zielen ausrichten - nicht nur am Aktionärsnutzen.

Das Management der Zukunft wird ganzheitlicher sein, die sogenannte Corporate Social Responsibility wird aus Sicht vieler Experten massiv an Bedeutung gewinnen: Nachhaltiges Wirtschaften, die Vereinigung von Ökonomie und Ökologie - diese Strategie könnte dazu beitragen, dass Unternehmen Vertrauen zurückgewinnen. Daran muss sich das Management künftig messen lassen. Es wird nach der Krise ganzheitlicher und feinfühliger sein. Wolkige Visionäre oder unnachgiebige Kostendrücker - diese beiden Managertypen sind dafür nicht geeignet.

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