Zukunft unklar
Berlusconi steht hinter umstrittenem Innenminister

Der italienische Ministerpräsident steht weiterhin hinter seinem umstrittenen Innenminister Scajola. Dies sei das Ergebnis eines nächtlichen Treffens von Berlusconi und Scajola, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

dpa ROM. Der Innenminister ist wegen herabwürdigender Äußerungen über den im März von der Terrororganisation "Rote Brigaden" ermordeten Regierungsberater Marco Biagi ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Biagi sei eine "Nervensäge" gewesen, hatte Scajola vor Journalisten gesagt.

Innerhalb der Regierung ist Scajolas Zukunft aber weiter umstritten. Die rechtsgerichtete Nationalallianz (AN), der wichtigste Verbündete von Berlusconis Forza Italia, ist Medienberichten zufolge gegen einen Verbleib des Ministers im Amt. Für die meisten Italiener sei ein Rücktritt unvermeidlich, laute die Position von Vizepremier und AN-Chef Gianfranco Fini.

Berlusconi will sich an diesem Nachmittag im Parlament zu den Vorwürfen gegen den Innenminister äußern. Die Opposition will danach entscheiden, ob sie einen Misstrauensantrag gegen Scajola einbringen wird.

Scajola ist einer der engsten Vertrauten Berlusconis und für die Organisation der Forza Italia maßgeblich verantwortlich. Der Regierungschef hatte bereits am Sonntag mitgeteilt, er habe den von Scajola angebotenen Rücktritt abgelehnt.

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