Zukunft von Skibbe & Co. ungewiss
Hitzfeld in den Startlöchern

Die Diskussion um die Nachfolge von Teamchef Rudi Völler geht offenbar dem Ende entgegen. Nachdem Hitzfelds Ehefrau ihrem Mann den Segen gegeben hat, sind offenbar auch andere Detailfragen wie nach dem Co-Trainer und dem Gehalt beantwortet. Die Zusage von Ottmar Hitzfeld ist daher wohl nur noch Formsache.

LISSABON/BERLIN. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder jedenfalls ist nach täglichen Telefonaten und einem Treffen mit dem 55-Jährigen in Sevilla sehr zuversichtlich, dass Hitzfeld als neuer Bundestrainer die Nachfolge von Teamchef Rudi Völler antreten wird und am 18. August in Wien erstmals auf der Bank sitzt. Völlig entspannt und gut gelaunt ging der Verbandschef am Dienstag in Lissabon in die Sitzung der Uefa-Exekutive.

Eine Prognose, wann Hitzfelds Ja-Wort kommt, gab er aber nicht ab: "Mal abwarten." Bei den Geheimverhandlungen in einem Hotel in Spanien hatte sich Hitzfeld offenabar eine zehntägige Bedenkzeit erbeten. Dies vor allem deshalb, weil er die Zustimmung seiner Frau einholen wollte, der er nach dem vorzeitigen Abschied von Bayern München zum Saisonende eine einjährige Fußball-Pause versprochen hatte. Beatrix Hitzfeld signalisierte allerdings bereits kurz nach der ersten Verhandlungsrunde ihres Mannes, dass an ihrem Veto eine Verpflichtung nicht scheitern würde.

In allen wichtigen fachlichen Fragen hatten Mayer-Vorfelder und Hitzfeld bei dem etwa zweistündigen Gespräch offensichtlich schnell Einigung erzielt. Es seien "angenehme Gespräche" gewesen, so Mayer- Vorfelder: "Er hat klare Vorstellungen." So würde Hitzfeld seinen langjährigen Co-Trainer und Vertrauten Michael Henke mit zum Verband nehmen, seinen Wohnort in München behalten und zunächst einen Zwei- Jahres-Vertrag bis zur WM 2006 unterzeichnen. Nach Angaben der "Sport Bild" soll der erfolgreichste deutsche Vereinstrainer beim DFB ein Jahresgehalt von rund vier Millionen Euro beziehen.

Zudem steht das gesamte Trainer-Konzept um Jugend-Koordinator Michael Skibbe und U21-Coach Ulli Stielike auf dem Prüfstand, wie Mayer-Vorfelder verdeutlichte. "Nach dem Rücktritt von Rudi Völler hat sich ein neuer Sachverhalt ergeben, der es notwendig macht, auch über die Aufgabenverteilung der DFB-Nachwuchstrainer nachzudenken", sagte der DFB-Chef.

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