Zukunftspläne beim Rekordmeister
Hoeneß: Bayern geht so schnell nicht an die Börse

Erst soll das neue Stadion stehen, so der Manager. Dann sei auch an einen Börsengang zu denken. Sein Verein sei eines der profitabelsten Unternehmen Deutschlands.

dpa MÜNCHEN. Die neue FC Bayern AG will nach Angaben von Manager Uli Hoeneß in den nächsten Jahren nicht an die Börse gehen. "Ich will erst das neue Stadion stehen haben", sagte Hoeneß am Donnerstagabend im Club Wirtschaftspresse München. Bei einem möglichen Börsengang wolle er den Anteilseignern "echte Assets" zeigen können. Im übrigen könne der Weltpokalsieger nach wie vor alle Transfers aus dem Festgeld bezahlen. Das neue Stadion im Münchner Stadtteil Fröttmaning soll ein Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 fertig sein.

Mit einer Umsatzrendite von 15 % gehöre der FC Bayern zu den profitabelsten Unternehmen in Deutschland, berichtete Hoeneß. Wenn man eines Tages an die Börse gehe, wolle man "die Aktionäre nicht als Melkkuh missbrauchen". Mit dem Erlös aus dem Einstieg von Adidas in die neue AG und mit der Deutschen Telekom als neuem Trikotsponsor sei der Club für die nächsten Jahre gut aufgestellt.

Nach der angekündigten Trennung von Opel werde der FC Bayern demnächst seinen neuen Autopartner präsentieren. Zudem stünden mit weiteren Sponsoren Vertragsverhandlungen an. Vor allem mit Hilfe des neuen Stadions solle der Anteil des Sponsorings an den Gesamterlösen von derzeit etwa 25 bis 30 % spürbar ausgebaut werden.

Den Umsatz von zuletzt rund 180 Mill. ? will Hoeneß in der laufenden Saison weiter steigern. Zwei Jahre könne der Verein gut auch einmal ohne die sprudelnden Einnahmen aus dem Europapokal auskommen, sagte Hoeneß. Wenn der FC Bayern in dieser Saison nur Fünfter werden sollte und dann früh im UEFA-Cup ausscheide, könnte dies beim Umsatz allerdings verglichen mit einem Champions League- Jahr nach Angaben des Managers ein Minus von etwa 25 bis 30 Mill. ? ausmachen.

Weitere Anteilseigner will Hoeneß vorerst nicht in die FC Bayern AG aufnehmen. Adidas zahlt für seine 10-Prozent-Beteiligung knapp 77 Mill. ?. "Es gibt viele Anfragen, aber im Moment sehen wir die Notwendigkeit nicht", sagte der Manager und bekräftigte, dass der FC Bayern aus Rücksicht auf die Fans auch künftig nicht in der Magenta- Farbe der Telekom spielen wird.

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