Zulassung von Versandapotheken denkbar
Versandhandel könnte am Apothekenumsatz knabbern

Versandapotheken könnten nach Einschätzung des Bundesverbands Deutscher VersandapothekerInnen (BVDVA) künftig bis zu 15 Prozent des Apotheken-Umsatzes mit Arzneimitteln übernehmen.

Reuters BERLIN. Der BVDVA-Vorsitzende Thomas Kerckhoff sagte am Mittwoch in Berlin, dieses Potenzial sei bei einer von der Bundesregierung für die nächste Wahlperiode geplanten Zulassung von Versandapotheken denkbar. Damit bestätigte Kerckhoff die Befürchtungen der herkömmlichen Apotheken, die Konkurrenz durch Versandapotheken könnte für sie zu Umsatzeinbußen führen. Im vergangenen Jahr hatten die Apotheken nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) einen Umsatz von knapp 30 Milliarden Euro erzielt.

Der BVDVA, der erst im Frühjahr gegründet wurde und bislang sieben Mitglieder hat, fordert, Versandapotheken dürften Medikamente nur nach Vorlage eines Rezepts abgeben. Zudem müssten sie sämtliche Medikamente anbieten und von Apothekern geleitet werden. An die Patienten könne bei einem bestimmten Jahresumsatz ein Bonus ausgezahlt werden. Den Kassen könnten ebenso wie bei den normalen Apotheken Rabatte eingeräumt werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%