Zulieferer sollen Preise um weitere zehn Prozent senken
Daimler-Chrysler könnte bis zu 20 000 Stellen in den USA streichen

Daimler-Chrysler plant sechs von seinen insgesamt 41 Chrysler-Produktionsstätten in den USA schließen. Dadurch könnten bis zu 21000 Mitarbeiter ihren Job verlieren. Das berichtet das Wall Street Journal in seiner heutigen Ausgabe.

HB DETROIT. Genaue Zahlen wird der neue Chrysler-Chef Dieter Zetsche im Februar bekannt geben, wenn er seinen Restrukturierungsplan vorstellt. Der Konzern in Stuttgart nahm zu dem Bericht am heutigen Montag keine Stellung.

Der Zeitung zufolge müssten 6000 von insgesamt 30000 Angestellten gehen, bei den 95 000 Arbeitern sind zwischen 10000 bis 15000 Stellen längerfristig gefährdet. Um keine Vereinbarungen mit den Gewerkschaften zu brechen, sollen freiwerdende Stellen nicht mehr besetzt und Mitarbeiter früher in Rente geschickt werden. Die Stilllegung von Werkstätten soll Schließung auf unbestimmte Zeit bezeichnet werden. Der Konzern hat seinen Plan bereits in Bewegung gesetzt: Das Unternehmen will über einmalige Sonderausgaben in diesem Jahr die Kosten für die Restrukturierung bezahlen. Die Höhe der Summe ist aber noch offen. Die US-Sparte hat im vergangenen Quartal einen hohen Verlust ausgewiesen.

Zusammen mit dem 40-jährigen Wolfgang Bernhard, der an der Columbia-Universität in New York studiert hat, hat Zetsche den Automobilzulieferen diktiert, ihre Preise um fünf Prozent zu senken. Die zwei Manager haben 1500 von insgesamt 9000 Chrysler-Ingenieuren beauftragt, die Zulieferer-Kosten in den nächsten zwei Jahren um weitere zehn Prozent zu reduzieren. Dazu wurde in Detroit ein sogenannter "war room" eingerichtet. In diesem Zimmer liegen Fahrzeugteile auf den Tischen und zusammen mit Zulieferer wird überlegt, wie diese Teile preiswerter hergestellt werden können. Die Ingenieure werden auch PKW und LKW von anderen Herstellern auseinandernehmen, um zu überprüfen, wie die eigenen Fahrzeuge preiswerter produziert werden können.

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