Zum 30. Jahrestag des Warschauer Vertrages
Schröder: Polens EU-Beitritt ist Gebot historischer Gerechtigkeit

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat den EU-Beitritt Polens "ein Gebot historischer Gerechtigkeit" genannt. Die polnischen Parlamentarier könnten es als "politische Festlegung Deutschlands" nehmen, dass Polen nach seiner Auffassung unter den ersten Neumitgliedern der EU sein werde.

dpa WARSCHAU. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den EU-Beitritt Polens als "ein Gebot historischer Gerechtigkeit" bezeichnet. Es sei Aufgabe der EU-Gipfelkonferenz in Nizza, "die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Europäische Union ab Anfang 2003 weitere Mitglieder aufnehmen kann", sagte er am Mittwoch in einer Rede vor dem Parlament in Warschau. Die polnischen Parlamentarier könnten es als "politische Festlegung Deutschlands" nehmen, dass Polen nach Auffassung des deutschen Bundeskanzlers unter den ersten Neumitgliedern der EU sein werde.

Zuvor hatte Schröder seine Amtskollegen öffentlich aufgerufen, in Nizza "mutig" zu sein und angesichts der historischen Aufgabe der europäischen Einigung nationale Interessen zurückzustellen. Nizza müsse ein "Meilenstein" sein, forderte der Kanzler.

Schröder ist anlässlich des 30. Jahrestages des Warschauer Vertrages nach Warschau gereist, mit dem der damalige Bundeskanzler Willy Brandt die neue Ostpolitik der Bundesrepublik eingeleitet hatte. "Dies ist ein bewegender Moment für die deutsch-polnischen Beziehungen und für mich persönlich", sagte Schröder vor den Sejm- Abgeordneten.



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