Zum Haareschneiden gezwungen
Selbstmord nach dem Verbot einer WM-Frisur

Ein 13 Jahre alter türkischer Junge hat sich in Gemlik das Leben genommen, weil er nach dem Willen seines Vaters die einem Fußball-Idol nachempfundenen Frisur ändern sollte.

dpa ANKARA. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag meldete, erhängte sich das Kind mit einem Gürtel am Schlafzimmerfenster. Der Junge hatte sich die Mohikaner-Frisur von Ümit Davala zugelegt, der im Achtelfinale der Fußball-WM das entscheidende 1:0 gegen Japan erzielt hatte. Die Türken akzeptieren zwar inzwischen außergewöhnliche Haarfrisuren bei Fußball- und Popstars, doch sind in der moslemischen Gesellschaft des Landes konservative Haarfrisuren die Norm.

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