Zum Thema Buchwert
Bundesbank hat an Aktienbewertung nichts mehr auszusetzen

Die Deutsche Bundesbank gibt in ihrem gestern vorgelegten Monatsbericht ganz vorsichtig Entwarnung, was das Niveau der Aktienbewertung in Europa angeht. Zumindest offensichtlich überbewertet sind sie nicht mehr lautet das Urteil.

noh DÜSSELDORF. Im April war die Bundesbank noch zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen. Damals hatte sie in ihrem Geschäftsbericht geschrieben, dass trotz der bis dahin eingetretenen starken Kursrückgänge die Angemessenheit der Bewertung mit einigen Fragezeichen zu versehen sei. Die Schätzungen der Analysten für die Unternehmensgewinne seien nämlich ebenso schnell gefallen wie die Kurse.

Dies war von April bis heute nach Angaben der Bundesbank nicht mehr der Fall. Die Gewinnschätzungen seien mehr oder weniger konstant geblieben. Die Korrektur der Aktienkurse dagegen, die, wie die Bundesbank mit der ihr eigenen Zurückhaltung schreibt, "von vielen Beobachtern als überfällig angesehen wurde", betrug dagegen bei deutschen Standardaktien immerhin 34 Prozent. Damit lägen die Kurs-Gewinn-Verhältnisse, also die Kurse als Vielfaches eines Jahresgewinns, auf Basis der mittelfristigen Schätzungen wieder unterhalb des Durchschnitts der letzten zehn Jahre.

Die Bundesbank weist allerdings auch darauf hin, dass in den Analystenschätzungen die Annahme einer starken Gewinnerholung stecke. Außerdem sei die Spanne in den Gewinnschätzungen nach wie vor sehr hoch. Zukunftsbezogene Bewertungsaussagen beruhen damit auf einer sehr unsicheren Grundlage.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%