Archiv
Zum Thema: Steueramnestien in Europa

Um geflüchtetes Steuergeld ins Land zurückzuholen, lassen sich europäische Staaten einiges einfallen.

oli DÜSSELDORF. In Spanien konnten Steuersünder 1991 Schwarzgeld in Staatsanleihen anlegen mit 6 Jahren Laufzeit und 2 % Verzinsung. Der Marktzins lag deutlich höher, doch war das Geld nach der Frist "reingewaschen". Die erhoffte Belebung der Wirtschaft blieb 1997 jedoch aus. Die Spanier investierten offenbar wieder im Ausland.

In Italien brachte die letzte Steueramnestie 1,5 Mrd. Euro für die Staatskasse. Wer sein Geld heimholte, musste 2,5 % Strafsteuer zahlen, wenig im Vergleich zum Einkommensteuersatz von 45 %. Das Problem: In Italien können Steuersünder oft auf Amnestien hoffen. Der Steuermoral hilft das nicht weiter.

In Österreich wurde 1993 die bis dahin geltende Zinsabschlagsteuer durch eine generelle Abgeltung- steuer ersetzt. Seitdem ist bei Zinserträgen nicht mehr der hohe persönliche Einkommensteuersatz fällig, sondern ein fester Steuersatz von 25 %. Damit gelang es der Regierung, das Steueraufkommen um 30 Prozent zu steigern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%