Zum Thema treffen sich am Freitag die EU-Staatschefs in Stockholm
USA will Spionageflugzeuge ins Kosovo schicken

Nach den Plänen des US-Verteidigungsministeriums, sollen unbemannte Spionage-Flugzeuge das umkämpfte Grenzgebiet überwachen. Zudem schlägt ein CDU-Europaparlamentarier vor die UCK zu entwaffnen.

dpa WASHINGTON/STOCKHOLM/BERLIN. Die USA wollen mehrere unbemannte Spionage-Flugzeuge in das umkämpfte Grenzgebiet zwischen dem Kosovo und Mazedonien schicken. Das berichtete der US-Nachrichtensender CNN am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Flugzeug vom Typ "Predator" sollen helfen, die Grenze zu überwachen, in dessen Gebiet sich albanische Rebellen verschanzt haben.

Die USA wollen außerdem 80 zusätzliche Soldaten auf den Balkan schicken, um diese Maschinen zu steuern. Wo genau sie stationiert werden, hänge von der Entscheidung der Nato und der internationalen Schutztruppe Kfor ab, teilte das Pentagon mit.

CDU-Europaparlamentarier für Entwaffnung der UCK

Der CDU-Europaparlamentarier und Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Elmar Brok, hat sich dafür ausgesprochen, der albanischen "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK) in Mazedonien ein Ultimatum zur Waffenabgabe zu stellen. Darüber sollten die Staats- und Regierungschefs auf ihrem EU-Sondergipfel diskutieren, forderte er am Freitag im InfoRadio Berlin-Brandenburg.

Die Entwaffnung der UCK sei schließlich Bestandteil des ursprünglichen Mandats. Außerdem hätten die Europäer die Hauptlast des Konfliktes auf dem Balkan zu tragen und könnten sich nicht immer hinter den Amerikanern verstecken. Von der mazedonischen Regierung erwartete Brok das Fortsetzen der Politik der Gleichberechtigung aller Bürger.

EU-Gipfel beginnt heute in Stockholm

Die Krise in Mazedonien wird bei dem am Freitag beginnenden Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Stockholm Thema sein. Der schwedische Ministerpräsident Göran Persson hatte kurzfristig den mazedonischen Präsidenten Boris Trajkovski eingeladen. Auch der russische Präsident Wladimir Putin wird in der schwedischen Hauptstadt erwartet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%