Zumindest für 2003
Rothenbaum-Turnier gerettet

Boris Becker hat sich mit dem Deutschen Tennis Bund (DTB) geeinigt und wird das Turnier am Hamburger Rothenbaum exklusiv vermarkten. Der Wimbledonsieger und seine Schweizer Agentur BCI garantieren dem finanziell angeschlagenen Verband 1,5 Mill. ? und sorgen dafür, dass die Austragung der zur Masters Serie zählenden Veranstaltung zumindest 2003 gesichert ist.

HB/dpa HAMBURG. Das teilten der DTB und Becker, der den Deal als "ganz wichtiges Signal für den deutschen Tennis-Markt" bezeichnete, am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Der DTB und BCI einigten sich nach abschließenden Beratungen des DTB-Aufsichtsrates tags zuvor in Frankfurt am Main auch über eine Option für die folgenden Jahre. Möglich wurde der Millionen-Vertrag durch ein Joint Venture von BCI mit der ACE Group London, deren Hauptgesellschafter der Düsseldorfer Unternehmer Heiner Kamps ist.

"Unser erklärtes Ziel war es, das Turnier am Rothenbaum als Master-Series-Turnier zu erhalten. Durch das Engagement von BCI und der ACE Group haben wir das erreicht", sagte Georg von Waldenfels. Der DTB-Präsident hatte für den Fall des Scheiterns der sich mehrfach verzögernden Verhandlungen als Alternative die eigene Vermarktung ins Auge gefasst. "Wir müssen dann sehen, ob es sich trägt, oder ob wir auch das Herren-Turnier verkaufen müssen", hatte er selbst eine düstere Zukunft nicht ausgeschlossen. Das Damen-Turnier, das bislang traditionell Anfang Mai am Rothenbaum ausgetragen wurde, ist bereits dem Waldenfels'schen Rotstift zum Opfer gefallen und für rund 2,4 Mill. Dollar nach Philadelphia verkauft worden.

Das mit 2,9 Mill. Dollar dotierte Herren-Turnier konnte nun mit vereinten Kräften gerettet werden. "Damit ist ein elementarer Bestandteil des deutschen Tennis gesichert. Gemeinsam werden wir nun daran arbeiten, diese Partnerschaft erfolgreich zu machen", sagte von Waldenfels. Die finanziellen Schwierigkeiten waren aufgetreten, nachdem der weltweite Vermarkter ISL Konkurs gemacht hatte und dem DTB damit wie auch den anderen acht Masters-Series-Turnieren die jährlich garantierten zwölf Mill. Dollar verloren gingen.

Rundherum zufrieden zeigte sich Boris Becker, der in den vergangenen Wochen reichlich Kritik hatte einstecken müssen. "Ich freue mich speziell auf die Zusammenarbeit zwischen BCI, der ACE Group und mir. Mit der ACE Group haben wir einen Top-Partner für unser Projekt gewinnen können. Das ist ein ganz wichtiges Signal für den deutschen Tennis-Markt." Für ACE-Gesellschafter Kamps geht es "vor allem darum, dem deutschen Tennis-Sport neue Impulse zu geben."

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