Zunächst nur US-Werte
Nasdaq Deutschland geht an den Start

Die neue Börse Nasdaq Deutschland hat am Freitag morgen ungeachtet der Unsicherheiten an den Märkten den Aktienhandel aufgenommen. Die elektronische Handelsplattform geht zunächst mit knapp 130 US-Werten an den Start.

HB/dpa BERLIN. Der Handel mit deutschen Titeln soll entgegen ursprünglichen Planungen zwei Wochen später beginnen. Nasdaq Deutschland tritt in Konkurrenz zur Deutschen Börse in Frankfurt und zu deren elektronischem Handelssystem Xetra.

"Technisch läuft alles hervorragend", sagte eine Börsensprecherin zum Handelsstart um 9 Uhr. Es seien bereits zahlreiche Werte eingestellt und erste Aufträge für US-Blue-Chips eingegangen. "Es sieht sehr gut aus", hieß es. Marktteilnehmer erwarten, dass das neue Handelssystem, das vornehmlich Kleinanleger im Visier hat, zunächst ruhig anläuft. Erst am kommenden Montag wird mit einem stärkeren Handel gerechnet.

Am Montag beginnt auch der Konkurrent in Frankfurt mit seiner neuen Indexstruktur. Insbesondere mit dem Nachfolger des krisengeschüttelten Neuen Marktes, dem TecDax für Wachstumswerte, will die Deutsche Börse verlorenes Anlegervertrauen zurückgewinnen.

Gründer des neuen Handelsplatzes sind neben der US-Hightechbörse Nasdaq die fusionierten Börsen Berlin und Bremen sowie die Dresdner Bank, die Commerzbank und deren Online-Tochter Comdirect. Ziel von Nasdaq Deutschland war bisher, in drei Jahren einen Marktanteil von 15 Prozent zu bekommen und damit zweitgrößter deutscher Handelsplatz zu werden. Bei günstiger Marktentwicklung will die Börse im nächsten Jahr operativ die Gewinnschwelle erreichen.

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