Zunehmende Spannungen zwischen USA und Irak
Kriegsangst treibt den Ölpreis

Der Ölpreis ist am Montag angesichts wachsender Sorgen vor einem US-Militärschlag gegen den Irak weiter gestiegen. An der Londoner Warenterminbörse kletterte der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) der führenden Nordseesorte Brent um 13 Cent auf 28,42 Dollar.

Reuters LONDON. Die US-Regierung wirft dem irakischen Präsident Saddam Hussein vor, nach Atomwaffen zu streben. In zahlreichen TV-Talk-Shows hatten am Wochenende Mitglieder des Kabinetts von US-Präsident George W. Bush für einen Machtwechsel in Bagdad plädiert. Sie verwiesen darauf, dass ihnen Beweise für Versuche der irakischen Regierung vorlägen, an Massenvernichtungswaffen zu gelangen.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten die Ölpreise angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Irak angezogen. Rund zwei Drittel der weltweiten Ölreserven lagern im Nahen Osten, der größte Anteil in Saudi-Arabien. Auch im Irak, der zurzeit aber nur gegen Lebensmittel eine festgelegte Menge exportieren darf, lagern große Öl-Reserven. Viele Analysten und arabische Politiker befürchten, dass ein Angriff auf den Irak die gesamte Region ins Chaos stürzen und auch die Beziehungen der USA zu Saudi-Arabien und anderen Öl exportierenden arabischen Ländern verschlechtern könnte. Ein neuerlicher Krieg in der Region könnte die Öl-Förderung daher dämpfen und damit die Preise nach oben treiben.

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