Zunehmender Druck auf Wertpapierhäuser
Übernahmen im Finanzsektor bringen die Anderen in Zugzwang

vwd NEW YORK. Für Investmentbanken steigt die Notwendigkeit, große Finanzkonglomerate zu bilden. Durch die am Mittwoch bestätigte Übernahme der J.P Morgan & Co durch die Chase Manhattan Corp sehen Analysten einen zunehmenden Druck auf Wertpapierhäuser wie Lehman Brothers Holdings Inc und Bear Stearns Co, schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ) am Mittwoch. So sieht Henry McVey, Wertpapier- und Bankenspezialist bei Morgan Stanley Dean Witter & Co, Größe zunehmend als Notwendigkeit im Investmentgeschäft. Lehman Brothers und Bear Stearns werden mit jeder Fusion mehr zu "Small Playern". Selbst Goldman Sachs und Merrill Lynch & Co bräuchten langfristig mehr Kapital, um auf dem Investmentmarkt mithalten zu können.

Brian Sullivan von Heidrick & Struggles International Inc weist darauf hin, dass eine Investmentbank in der Lage sein muss, gewaltige Zwischenkredite bereitzustellen. Kleine Investmenthäuser könnten es sich nicht leisten, 20 Mrd $ vorzufinanzieren und dann festzustellen, dass der Wertpapierkurs sinkt, bevor eine Refinanzierung durch die Emission erfolgt ist. In diesem Zusammenhang wird die Strategie der Citigroup Inc, die sich mit den Bereichen Banken, Versicherungen und Wertpapierhandel einen Börsenwert von 250 Mrd $ aufgebaut hat, als richtig eingeschätzt.

Die Kombination Chase-J.P. Morgan wird im Geschäft mit Anleihen auf Platz drei und bei hochverzinslichen Wertpapieren auf Platz fünf liegen, und damit zu den Großen im Bondsmarkt gehören. Bei der Fusions- und Übernahmeberatung sowie im Emissionsgeschäft dominieren weiterhin Goldman Sachs und Merrill Lynch.



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