Zur Hauptversammlung am 22. Januar 2002
Infineon: Ausichtsratschef Jung gibt Amt ab

Im Zuge der Dekonsolidierung der Tochter Infineon wollen sich Vertreter des früheren Mutterkonzerns Siemens aus dem Kontrollgremium zurückziehen.

Reuters MÜNCHEN. Im Zuge der Dekonsolidierung der Halbleiter-Tochter Infineon Technologies AG wollen sich Vertreter des früheren Mutterkonzerns Siemens AG aus dem Infineon-Aufsichtsrat zurückziehen. Infineon-Aufsichtsratschef Volker Jung, Siemens-Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger und sein Vorstandskollege Claus Weyrich gäben ihre Mandate zum 22. Januar 2002 zur Hauptversammlung ab, hieß es in einer am Freitag im "Bundesanzeiger" veröffentlichten Ergänzung zur Einladung zu der Hauptversammlung in München.

Als Nachfolger schlage der Aufsichtsrat den VW-Vorstand und designierten Audi-Chef Martin Winterkorn, den Siemens-Manager Karl-Heinz Midunsky und Peter Mihatsch, Mitglied der Geschäftsführung der Kirch-Gruppe, vor.

Mit Midunsky und Siemens-Vorstandsmitglied Klaus Wucherer wäre Siemens nach der Hauptversammlung dann nur noch mit zwei statt zuvor vier Repräsentanten in dem Aufsichtsgremium von Infineon vertreten. Die Niederlegung der Mandate sei logische Konsequenz aus der Abgabe der Mehrheit an der Chip-Tochter von Siemens, erläuterte eine Infineon-Sprecherin. Siemens hatte Anfang Dezember durch Aktienverkäufe seinen Anteil an Infineon auf unter 50 % gesenkt und will sich mittelfristig auch ganz aus dem volatilen Halbleiter-Geschäft zurückziehen.

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