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Zur Sache: Managerhaftung

ms DÜSSELDORF. Manager haften für Rechtsverstöße auch jetzt schon in weitem Umfang - allerdings nur gegenüber dem Unternehmen. Der Aufsichtsrat muss den Vorstand sogar verklagen, sonst macht er sich selbst schadensersatzpflichtig, wie der Bundesgerichtshof vor wenigen Jahren in dem epochalen Arag-Urteil entschied. Die Aktionäre dagegen haben gegenwärtig nur wenig Spielraum, das Management für Fehler und Rechtsverstöße haftbar zu machen.

Das Aktiengesetz ermöglicht zwar Klagen, mit denen Aktionäre von Vorständen und Aufsichtsräten Schäden einklagen können. Dabei machen sie aber Ansprüche der Gesellschaft geltend - etwa wenn das Management Gelder veruntreut hat.

Und die Hürden sind hoch: Die Aktionäre müssen mindestens fünf Prozent oder einen Anteil von 500 000 Euro am Grundkapital zusammenbekommen. Eigene Rechte - vor allem Informationsrechte - können die Anteilseigner ebenfalls nur sehr begrenzt direkt gegen Verfehlungen des Managements verteidigen. Nur wenn eine strafbare Bilanzfälschung feststeht, besteht ein Anspruch - also im Regelfall nur dann, wenn zuvor der Vorstand rechtskräftig verurteilt ist.

Quelle: Handelsblatt

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