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Zurich hält an Gewinnprognosen für 2001 fest

Der Finanzkonzern Zurich Financial Services hat nach einem Einbruch der Aktien von 9,4 % die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. "Wir halten an unserer Gewinnprognose vom 19. Juli 2001 fest," sagte Zurich-Sprecherin Iris Roth am Donnerstag.

Reuters ZüRICH. Der Konzern hatte damals mitgeteilt, 2001 trotz schwacher Finanzmärkte und Schadenzahlungen für Naturkatastrophfen einen normalisierten Gewinn zwischen 1,8 Mrd. und 2,0 Mrd. Dollar zu erreichen. Die Halbjahreszahlen würden diese Prognose unterstützen.

Marktspekulationen, Zurich habe Abschreibungsbedarf in einem Private Equity-Bereich bezeichnete die Sprecherin als "absurd". Alternative Anlagen machten machten nur rund drei Prozent des Investment-Portfolios aus und Private Equity sei eine absolute Minderheit. Zudem gab es im Markt Spekulationen, die Deutsche Bank wolle die Beteiligung von fünf Prozent an Zurich reduzieren. Die Sprecherin erklärte, sie könne dazu nichts sagen. Bei der Deutschen Bank war vorerst niemand für eine Stellungnahme verfügbar.

Die Zürich-Aktien schloss auf 480 sfr und notierten damit auf dem tiefsten Stand seit Frühling 1997. Händler führten die Verluste vor allem auf Abgaben aus dem Ausland zurück. Immer wieder seien dabei auch Stops ausgelöst worden. Zudem werde der Druck durch derivate Abfaben noch verstärkt. Eine grosse US-Investmentbank habe eine Studie in Vorbereitung, wollten Marktstimmen wissen. Darin heisse es, der Gewinn von Zurich werde tiefer als erwartet ausfallen.

Zurich will am 6. September die Halbjahreszahlen vorlegen. Dabei hoffen Marktteilnehmer auch, dass der Konzern Angaben zur weiteren Strategie der 80 %-Tochtergesellschaft Scudder macht. In Marktkreisen hatte es geheissen, die Deutsche Bank interessiere sich für die Gesellschaft.

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