Zurückhaltende Marktteilnehmer
Euro unter 0,86 $

Während die Gemeinschaftswährung am Morgen noch Gewinne verzeichnete und sich stabil gehalten hatte, verlor sie im weiteren Tagesverlauf kontinuierlich an Wert.

dpa/afx FRANKFURT. Der Euro-Kurs hat sich am Montag erneut im Schatten der US-Präsidentenwahl entwickelt. Devisenmarktexperten beschrieben den Handel als träge. Solange nicht klar sei, wer neuer US-Präsident wird, würden sich die Marktteilnehmer mit Engagements zurück halten, sagten sie. Während die Gemeinschaftswährung am Morgen noch Gewinne verzeichnete und sich stabil oberhalb von 0,86 $ gehalten hatte, verlor sie im weiteren Tagesverlauf kontinuierlich an Wert und unterschritt am Nachmittag die Marke von 0,86 $. Gegen 16.30 Uhr notierte der Euro in Fankfurt bei 0,8599 $. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 0,8620 (Freitag: 0,8673) $ festgesetzt. Der $ kostete damit 2,2689 (2,2551) DM.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6016 (0,6059) britische Pfund , 92,82 (93,42) japanische Yen und 1,5215 (1,5233) Schweizer Franken fest. Der Kilo-Barren Gold wurde in London am Nachmittag bei 264,85 $ gefixt.

Keine Intervention der EZB

"Der Devisenmarkt hat unter dem Eindruck der US-Präsidentenwahl gestanden. Die US-Wahlwirrnisse ziehen sich hin wie Kaugummi. Die Marktteilnehmer reagieren darauf mit Vorsicht" sagte Sarah Lütgert, Devisenmarktanalystin bei HSBC Trinkaus&Burkhardt in Düsseldorf. Vor diesem Hintergrund sei der Devisenhandel am Montag sehr ruhig verlaufen.

Als möglichen Grund dafür, dass der Euro am Nachmittag unterhalb von 0,86 $ notierte, nannte Lütgert die Enttäuschung des Marktes, dass die europäische Notenbank nicht erneut zu Gunsten der europäischen Währung eingegriffen habe. "Jetzt testen die Händler bei der Marke von 0,8515 $, ob die Notenbank etwas unternimmt", sagte die Expertin. Bei diesem Kursniveau sieht Lütgert eine wichtige charttechnische Unterstützungslinie für den Euro. Im Wochenverlauf hält die Analystin weitere Interventionen der EZB für möglich. Sollte der Wahlausgang in den USA offen bleiben, werde das in dieser Woche der Hauptimpuls für den Kurs der europäische Währung sein, sagte Lütgert abschließend.

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